NU2217 -E-XL-M1-C3 Zylinderrollenlager von FAG
NU2217 -E-XL-M1-C3 Zylinderrollenlager von FAG

FAG

Zylinderrollenlager FAG NU2217 -E-XL-M1-C3

Technische Daten
 
Innendurchmesser
85 mm
Außendurchmesser
150 mm
Breite
36 mm
Rollenreihen
einreihiges Lager
Dichtung
keine, offenes Lager
Käfig
Messingkäfig
Lagerluft
leicht erhöhte Radiallagerluft
Toleranzklasse
Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1
Stromisolierung
keine
Bohrung
zylindrische Bohrung
Außenring
ohne Nut/Schmierbohrung
Bauform
Loslager, Innenring beidseitig herausnehmbar
Temperaturbereich
-30 bis +150°C
Gewicht
2,75 kg
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Zylinderrollenlager FAG NU2217 -E-XL-M1-C3
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Zylinderrollenlager FAG NU2217 -E-XL-M1-C3

Das Zylinderrollenlager NU2217 -E-XL-M1-C3 von FAG ist ein einreihiges Loslager mit Messingkäfig und vergrößerter Radiallagerluft für radiale Kräfte bei 85x150x36 mm.

Das Zylinderrollenlager NU2217 -E-XL-M1-C3 von FAG nimmt als offenes Wälzlager hohe radiale Kräfte auf. Bei den Hauptabmessungen 85 mm Bohrung, 150 mm Außendurchmesser und 36 mm Breite kombiniert diese Ausführung eine hohe Steifigkeit mit exakter Rollenführung. Dank der Bauform NU lässt sich der Innenring beidseitig herausnehmen, was die getrennte Montage beider Lagerringe im Maschinen- und Anlagenbau erleichtert. Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt.

Wofür eignet sich das Zylinderrollenlager NU2217 -E-XL-M1-C3?

Als reines Loslager nimmt diese Ausführung hohe radiale Kräfte auf und gleicht axiale Wärmedehnungen der Welle zwangfrei aus. Der bordlose Innenring erlaubt dabei Verschiebungen in beiden Richtungen relativ zum Rollenkranz. Konstruktionen kombinieren das Lager häufig mit einem separaten Festlager, das die axiale Führung übernimmt. Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtung handelt, erfolgt die Schmierung über das Gehäusesystem, etwa im Getriebe- oder Schwerantriebsbau.

Welche Vorteile bieten Messingkäfig und C3-Lagerluft bei diesem Lager?

Die Ausführung M1 verfügt über einen massiven Messingkäfig, der auch bei Vibrationen oder raschen Drehzahlwechseln formstabil bleibt und die Zylinderrollen präzise führt. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 wirkt einem Verspannen des Lagers bei Erwärmung im Betrieb oder festen Passungssitzen entgegen. Vor dem Einbau sind die Gehäusetoleranzen nach Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 abzugleichen. Für den Einsatz in thermisch beanspruchten Aggregaten bietet das Lagerspiel einen erweiterten Spielraum bis +150 Grad.

Welche Abmessungen und Bauformmerkmale hat das Zylinderrollenlager NU2217 -E-XL-M1-C3?

Mit einer Bohrung von 85 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm sowie 36 mm Breite ist das Lager gefertigt. In der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Borde, während der Innenring bordlos und beidseitig herausnehmbar ausgeführt ist. Dadurch können beide Lagerringe separat montiert und gewartet werden.

Was bedeutet die Kennzeichnung C3 bei diesem Lager?

C3 kennzeichnet eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber dem normalen Grundspiel. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht thermische Dehnungen bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring aus und kompensiert die Verengung durch feste Einpassungen. Das Lager behält somit auch im Betrieb die erforderliche Beweglichkeit.

Welche Funktion übernimmt der Messingkäfig M1?

Der massive Messingkäfig führt die zylindrischen Rollen mit geringem Verschleiß und hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand. Im Vergleich zu einfachen Blechkäfigen zeichnet sich der Messingwerkstoff durch eine höhere Stabilität gegenüber stoßartigen Beanspruchungen und starken Beschleunigungskräften aus. Zudem unterstützt das Käfigmaterial gute Notlaufeigenschaften bei Schmierung mit Schmieröl oder Schmierfett.

Warum besitzt das Lager keine integrierten Dichtungen?

Offene Zylinderrollenlager sind für Umgebungen vorgesehen, in denen das Maschinengehäuse die Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit übernimmt. Durch den Verzicht auf schleifende Dichtscheiben entsteht weniger Reibungswärme an der Lagerstelle. Gleichzeitig ermöglicht die offene Konstruktion den ungehinderten Durchfluss von Getriebeöl oder den direkten Zugang für betriebliche Nachschmierungen im Wartungsintervall.

In welchem Temperaturbereich lässt sich das Lager einsetzen?

Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -30 und +150 Grad Celsius. Die formstabilen Komponenten aus Wälzlagerstahl sowie der Messingkäfig behalten in diesem thermischen Fenster ihre Maßhaltigkeit. Entscheidend für den ordnungsgemäßen Betrieb bei Grenztemperaturen ist die Wahl eines geeigneten Schmierstoffs, der für die jeweilige Einsatztemperatur freigegeben ist.

Worin liegt der Unterschied zwischen einem NU-Loslager und einem Festlager?

Ein NU-Lager führt die Welle ausschließlich in radialer Richtung und nimmt keine Axialkräfte auf. Da der Innenring glatt durchgeschliffen ist, gleiten die Rollen bei Längenänderungen axial über die Laufbahn. Ein Festlager hingegen arretiert die Welle beidseitig gegen Axialverschiebung. Meistens kombiniert eine Wellenkonstruktion ein NU-Loslager mit einem separaten Festlager.

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