SKF
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Das einreihige Zylinderrollenlager NU320 ECM/C4VA301 von SKF bietet mit 100x215x47 mm hohe radiale Belastbarkeit und thermische Reserven durch C4-Lagerluft.
Das Zylinderrollenlager NU320 ECM/C4VA301 von SKF ist ein offenes, einreihiges Radial-Rollenlager mit optimierter Innenkonstruktion. Mit einer Bohrung von 100 mm, einem Außendurchmesser von 215 mm und einer Breite von 47 mm nimmt diese Ausführung hohe Radialkräfte auf. Der massive Messingkäfig führt die zylindrischen Wälzkörper präzise bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Durch die Bauform NU fungiert das Lager als reines Loslager, bei dem der Innenring beidseitig herausnehmbar ist. Dies erleichtert Montage und Wartung in industriellen Wellenlagerungen.
Dieses Zylinderrollenlager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit hohen Radiallasten, bei denen axiale Längenänderungen der Welle auszugleichen sind. Da der Innenring keine Borde aufweist, verschiebt sich die Welle im Lager zwangfrei gegenüber dem Gehäuse. Einsatzfelder finden sich in schweren Industriegetrieben und Wellensträngen mit getrennter Fest-Loslager-Anordnung. Der integrierte Messingkäfig widersteht auch starken Schwingungen und hohen Beschleunigungskräften. In Kombination mit einem Festlager bildet die NU-Bauform eine thermisch anpassungsfähige Lagerung.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte Radiallagerluft hin, die über dem Standardspiel liegt. Dieses vergrößerte Spiel beugt einem Klemmen der Wälzkörper vor, wenn im Betrieb Temperaturgradienten zwischen Innen- und Außenring auftreten. Das Lager deckt einen Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius ab. Bei Passungen mit starkem Übermaß oder hoher Betriebswärme erhält die C4-Luft das erforderliche Betriebsspiel. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, ist eine externe Abdichtung und Schmierung der Lagerstelle erforderlich.
Mit 100 mm Bohrung, 215 mm Außendurchmesser sowie 47 mm Breite überträgt das Lager hohe Radialkräfte bei kompakter Konstruktion. Der Außenring besitzt weder eine Schmiernut noch Schmierbohrungen, weshalb die Schmierstoffzufuhr über die Gehäusekonstruktion erfolgen muss.
Bei der Bauform NU besitzt der Innenring keine Borde und lässt sich beidseitig herausziehen. Das Lager nimmt ausschließlich Radialkräfte auf und ermöglicht axiale Verschiebungen der Welle relativ zum Gehäuse direkt im Wälzkörperbereich. Dadurch werden wärmebedingte Längenausdehnungen der Welle zwangfrei kompensiert, ohne dass schädliche axiale Verspannungen auf die Lagerstelle wirken.
Messingkäfige bieten eine hohe Festigkeit und eignen sich besonders gut für anspruchsvolle Betriebszustände mit Vibrationen, Stoßbelastungen oder starken Beschleunigungen. Das Material zeichnet sich durch gute Notlaufeigenschaften aus und führt die Rollen auch bei hohen thermischen Beanspruchungen im Bereich zwischen -30 und +150 Grad Celsius stabil auf der Laufbahn.
Die Lagerluft C4 wird gewählt, wenn betriebsbedingt ein hoher Temperaturunterschied zwischen dem heißen Innenring und dem kühleren Gehäuse entsteht. Auch bei festen Passungen verengt sich das Lagerspiel durch das Aufpressen auf die Welle. Die erhöhte Lagerluft C4 gleicht diese Verengungen aus und erhält die erforderliche Beweglichkeit der Zylinderrollen.
Das Wälzlager kombiniert eine Maßgenauigkeit nach Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz bzw. ABEC 1) mit einer erhöhten Laufgenauigkeit nach Klasse P6 (ABEC 3). Dadurch werden enge Rundlauftoleranzen erzielt, die Vibrationen reduzieren und zu einem ruhigen Lauf der Welle bei hohen Beanspruchungen beitragen.
Als offene Ausführung besitzt dieses Lager keine integrierten Dichtscheiben. Um das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu verhindern, sind externe Dichtungen wie Wellendichtringe oder Labyrinthsysteme im Lagergehäuse vorzusehen. Die Schmierung erfolgt je nach Anlagenkonzept über Öl oder Schmierfett, das für Betriebstemperaturen von bis zu +150 Grad Celsius geeignet ist.
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