SKF
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Das einreihige Zylinderrollenlager NUP230 ECJ von SKF (150x270x45 mm) fungiert als Festlager zur Aufnahme hoher Radialkräfte und beidseitiger Axialführung.
Das Zylinderrollenlager NUP230 ECJ von SKF ist ein einreihiges Rollenlager in Explorer-Ausführung für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Dank der optimierten Innenkonstruktion nimmt diese Lagereinheit hohe Radialkräfte auf und führt Wellen axial in beide Richtungen. Mit den Hauptabmessungen von 150 mm Bohrung, 270 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite findet das offene Lager seinen Platz in mechanischen Antriebssträngen und Industrieanlagen, bei denen präzise Führung und Belastbarkeit verlangt werden.
Die Ausführung als NUP-Lager stützt Wellen formschlüssig in beiden Axialrichtungen ab und überträgt gleichzeitig hohe Radiallasten über die Linienberührung der Zylinderrollen. Zwei feste Borde am Außenring sowie ein fester Bord und eine lose Bordscheibe am Innenring ermöglichen diese Festlagerfunktion. In Kombination mit der Explorer-Spezifikation ist das Bauteil gezielt für kontinuierliche Betriebsbedingungen unter hoher Beanspruchung ausgelegt.
Die Kennzeichnung ECJ verweist auf eine modifizierte Innengeometrie mit optimierter Rollenführung sowie einen Stahlblechkäfig. Der Käfig führt die Rollenkörper gleichmäßig und unterstützt den Einsatz im Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, sind die Schmierstoffversorgung sowie die Abdichtung des Gehäuses auf die Betriebsbedingungen abzustimmen. Die normale Radiallagerluft ermöglicht bei Standardpassungen einen gleichmäßigen Lauf ohne thermische Verspannung.
Die NUP-Ausführung dient als Festlager und fixiert die gelagerte Welle axial in beide Richtungen. Dies erfolgt über zwei feste Borde am Außenring, einen festen Bord am Innenring sowie eine lose Bordscheibe. Radial auftretende Kräfte überträgt das Rollenlager über die Linienberührung der Zylinderrollen, während die Borde wechselnde axiale Führungskräfte aufnehmen.
Mit einem Innendurchmesser von 150 mm, einem Außendurchmesser von 270 mm und einer Baubreite von 45 mm gehört dieses Lager zu den größeren Industrie-Wälzlagern. Der Außenring ist glatt gefertigt und besitzt weder Nut noch Schmierbohrung. Vor dem Einbau sind die Gehäusemaße und die Wellenabstufungen zur passgenauen Anlage der losen Bordscheibe zu prüfen.
Der Buchstabencode beschreibt die interne Konstruktion und Käfigart. Das Kürzel EC steht für eine optimierte Innengeometrie mit abgestimmten Rollenstirnflächen und Borden. Der Buchstabe J kennzeichnet einen Stahlblechkäfig, der die Wälzkörper führt. Zusammen begünstigt diese Kombination einen reibungsarmen Lauf unter anspruchsvollen Lastbedingungen.
Für den Einsatz des offenen Zylinderrollenlagers ist ein Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad spezifiziert. Da ab Werk keine Dichtscheiben verbaut sind, hängt die tatsächliche Einsatzgrenze primär von der thermischen Stabilität des gewählten Schmierfetts oder Schmieröls ab. Zudem müssen externe Dichtungen der Anschlusskonstruktion für diesen Temperaturbereich ausgelegt sein.
Das Lager kombiniert eine Maßgenauigkeit nach Klasse P0 beziehungsweise Normal (ABEC 1) mit einer gesteigerten Laufgenauigkeit nach Klasse P6 (ABEC 3). Dadurch entsprechen die Anschlussmaße wie Bohrungs- und Außendurchmesser den standardmäßigen Toleranzen, während der Rundlauf im Betrieb einer enger gefassten Toleranz folgt. Dies unterstützt eine vibrationsarme Drehung der Welle.
Als offenes Wälzlager verfügt die Ausführung über keine integrierten Dichtelemente. Um das Eindringen von Schmutzpartikeln, Staub oder Feuchtigkeit zu verhindern, muss die umgebende Gehäusekonstruktion mit geeigneten Radialwellendichtringen oder Labyrinthdichtungen ausgestattet sein. Gleichzeitig hält die externe Gehäuseabdichtung das Schmiermittel im Lagerraum.
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