ZEN
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Das Zylinderrollenlager NNF5011 -PP-V von ZEN (55x90x46 mm) nimmt als zweireihiges, vollrolliges Festlager hohe Radialkräfte bei kompakter Bauweise auf.
Das Zylinderrollenlager NNF5011 -PP-V von ZEN ist ein zweireihiges, vollrolliges Wälzlager mit integrierten Lippendichtungen an beiden Stirnseiten. Durch den Verzicht auf einen Käfig nimmt die Konstruktion die maximale Anzahl an Rollen auf, was eine hohe radiale Tragfähigkeit ermöglicht. Kompakte Baugruppen mit hohen Radialkräften profitieren von den Abmessungen mit 55 mm Bohrung, 90 mm Außendurchmesser und 46 mm Breite.
Konstrukteure setzen dieses zweireihige Lager vor allem dort ein, wo hohe Radialbelastungen bei moderaten Drehzahlen auftreten und Wellen axial geführt werden müssen. Typische Einsatzbereiche sind Lagerstellen mit kombinierter Belastung bei begrenztem Bauraum. Durch die Ausführung als Festlager führt die Baueinheit die Welle in beiden axialen Richtungen. Der Außenring verfügt über zwei Ringnuten und eine Schmiernut, was eine axiale Befestigung über Sicherungsringe sowie das Nachschmieren erleichtert.
Die beidseitigen Lippendichtungen schützen das Wälzsystem vor Schmutz sowie Feuchtigkeit und begrenzen den Betriebsbereich auf Temperaturen von -20 bis +80 Grad. Vollrollige Lager weisen durch den direkten Rollenkontakt ein anderes Reibungsverhalten als Käfiglager auf, weshalb sie vorrangig für langsame bis mittlere Drehzahlen infrage kommen. Bei der Lagersitzauslegung sind die normale Radiallagerluft sowie die Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 für Standardpassungen zu berücksichtigen.
Mit einem Innendurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 90 mm sowie einer Gesamtbreite von 46 mm entspricht das Wälzlager den genormten Hauptabmessungen zweireihiger Zylinderrollenlager. Der Einbau erfordert eine passgenau gefertigte Wellen- und Gehäuseaufnahme.
Bei einem vollrolligen Zylinderrollenlager berühren sich die Wälzkörper direkt, da kein Käfig zur Führung vorhanden ist. Dadurch lässt sich der Raum zwischen Innen- und Außenring komplett mit Rollen füllen. Dies erhöht die radiale Belastbarkeit, reduziert jedoch die maximal realisierbare Betriebsdrehzahl.
Die zwei Ringnuten dienen der axialen Fixierung des Außenrings im Gehäuse, beispielsweise mithilfe genormter Sicherungsringe. Dies vereinfacht die Konstruktion in radial und axial beengten Bauräumen. Die zusätzliche Schmiernut ermöglicht das gezielte Zuführen von frischem Schmierstoff direkt in das Wälzsystem.
Für Betriebstemperaturen von -20 bis +80 Grad ist das Lager ausgelegt. Begrenzt wird diese Spanne maßgeblich durch den Werkstoff der beidseitigen Lippendichtungen sowie die Schmierstofffüllung. Höhere Betriebstemperaturen können die Dichtwirkung beeinträchtigen oder zu vorzeitigem Schmierstoffaustritt führen.
Die normale Radiallagerluft bietet das erforderliche Betriebsspiel für übliche Übergangs- oder Presspassungen. Nach der Montage der Lagerringe verbleibt ausreichend inneres Spiel, um einem Verklemmen der Wälzkörper bei betriebsbedingter Erwärmung im Bereich von -20 bis +80 Grad entgegenzuwirken.
Als Festlager nimmt die zweireihige Ausführung radiale Kräfte auf und fixiert die Welle gleichzeitig in beiden axialen Richtungen. Die festen Borde an den Lagerringen stützen die auftretenden Axialkräfte direkt ab, sodass keine separate Axiallagerstelle im Gehäuse vorgesehen werden muss.
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