FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Das einreihige Zylinderrollenlager NU2320 -E-XL-M1-C4 von FAG nimmt mit 100 mm Bohrung hohe Radialkräfte bei stark erhöhter C4-Lagerluft auf.
Das Zylinderrollenlager NU2320 -E-XL-M1-C4 von FAG ist ein offenes, einreihiges Rollenlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Durch den Linienkontakt zwischen den zylindrischen Rollen und den Laufbahnen bewältigt die Konstruktion schwere radiale Lasten. Bei den Hauptabmessungen von 100 mm Innendurchmesser, 215 mm Außendurchmesser und 73 mm Breite sorgt ein geführter Messingkäfig für einen ruhigen Lauf der Wälzkörper. Der zulässige Betriebstemperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad.
In Maschinenkonstruktionen dient dieses Lager typischerweise als Loslager zur Aufnahme reiner Radialkräfte. Da der Innenring keine Borde besitzt und beidseitig herausnehmbar ist, gleicht das Lager axiale Längenänderungen der Welle gegenüber dem Gehäuse zwangfrei im Lagerinneren aus. Relevante Einsatzbereiche sind Wellenlagerungen, bei denen starke radiale Kräfte auftreten und wärmebedingte Längenausdehnungen der Welle auszugleichen sind. Axiale Kräfte überträgt die Bauart planmäßig nicht.
Die Ausführung mit dem Nachsetzzeichen C4 verfügt über eine stark vergrößerte radiale Lagerluft. Dieser zusätzliche Freiraum wirkt einem Verklemmen der Rollen entgegen, wenn erhöhte Betriebstemperaturen oder feste Passungen zu einer Dehnung des Innenrings führen. Der massive Käfig aus Messing ist für starke Beschleunigungen, Vibrationen und dauerhafte Belastungen konzipiert. Da das Lager offen gefertigt wird und der Außenring keine Schmierbohrung aufweist, erfolgen Schmierstoffzufuhr und Abdichtung über das Gehäuse.
Zwei feste Borde am Außenring und ein bordloser Innenring ermöglichen das beidseitige Herausziehen des Innenrings. Das Lager gleicht axiale Verschiebungen der Welle relativ zum Gehäuse direkt zwischen den Rollen und der inneren Laufbahn aus, ohne axiale Stützkräfte zu übernehmen.
Mit einer Bohrung von 100 mm, einem Außendurchmesser von 215 mm und einer Baubreite von 73 mm entspricht das Lager den standardisierten Hauptabmessungen. Es ist in der Toleranzklasse P0 beziehungsweise nach ABEC 1 gefertigt, was den Einbau in abgestimmte Maschinengehäuse vereinfacht.
Ein Radialspiel nach Klasse C4 liegt über dem normalen Bereich und dient dem Ausgleich thermischer Differenzen zwischen Innen- und Außenring. Dies trägt dazu bei, dass sich die Rollen auch bei betriebsbedingter Wärmeausdehnung oder festem Passungssitz ohne Verspannung bewegen können.
Messing als Massivkäfigwerkstoff bietet Formstabilität bei dynamischen Stoßbelastungen. Er hält die zylindrischen Rollen auch bei wechselnden Drehzahlen und Schwingungen präzise in der Spur und zeichnet sich durch vorteilhafte Reibungseigenschaften gegenüber Stahlwälzkörpern aus.
Externe Gehäusedichtungen übernehmen die Abdichtung, da das Lager selbst weder Dicht- noch Deckscheiben besitzt. Sie schließen Schmutz und Feuchtigkeit aus und halten das Schmiermittel im Gehäuse. Die Versorgung erfolgt über den Einbauraum, da der Außenring keine Schmierbohrung hat.
Freigegeben ist das Lager für Temperaturen zwischen -30 und +150 Grad Celsius. Sowohl die Wälzlagerstähle als auch der Messingkäfig sind für dieses Intervall ausgelegt. Voraussetzung für den dauerhaften Betrieb ist ein Schmierstoff, der die gewählte Temperaturspanne abdeckt.
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