NACHI
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Einreihiges Zylinderrollenlager NJ311 C3 von NACHI mit 55 mm Bohrung, offenem Aufbau und vergrößerter C3-Lagerluft für hohe Radialkräfte.
Das Zylinderrollenlager NJ311 C3 verbindet hohe radiale Tragfähigkeit mit der Funktion eines Stützlagers. Dieses einreihige Wälzlager besitzt eine Bohrung von 55 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm sowie eine Breite von 29 mm. Durch die Linienberührung der Zylinderrollen nimmt das Lager erhebliche Radiallasten auf. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Rollen gleichmäßig und hält das Bauteil thermisch stabil. Als offene Ausführung ohne Dichtscheiben eignet sich das Lager für Systeme mit bauseitiger Schmierstoffversorgung.
Konstrukteure setzen diese Bauform vor allem in Wellenlagerungen ein, bei denen starke Radialkräfte und eine definierte einseitige axiale Führung gefordert sind. Als Stützlager führt das Bauteil die Welle in eine axiale Richtung, während der Innenring einseitig herausnehmbar bleibt. Diese Eigenschaft erleichtert Montage und Demontage bei Wartungsarbeiten. Wellendehnungen gleicht die Konstruktion über den axialen Verschiebeweg aus. Dadurch lassen sich mechanische Verspannungen im Gehäuse vermeiden, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede auftreten.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Das interne Lagerspiel zwischen Rollen und Laufbahnen fällt ab Werk etwas größer aus. Diese Variante empfiehlt sich, wenn feste Passungen an Welle oder Gehäuse den Innenring aufweiten beziehungsweise den Außenring verengen. Auch bei Temperaturunterschieden zwischen Welle und Umgebung kompensiert das C3-Spiel die thermische Ausdehnung. Es mindert das Risiko, dass die Wälzkörper klemmen, und unterstützt einen gleichmäßigen Lauf.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 29 mm auf. Es handelt sich um ein einreihiges Zylinderrollenlager mit zylindrischer Bohrung. Der Außenring ist ohne Nut und Schmierbohrung ausgeführt. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0/ABEC 1.
Die Bauform NJ fungiert mit zwei festen Borden am Außenring und einem festen Bord am Innenring als Stützlager. Dadurch nimmt das Bauteil Axialkräfte aus einer Richtung auf, während es in Gegenrichtung axialen Verschiebeweg gewährt. Zudem lässt sich der Innenring zur getrennten Montage herausnehmen.
Die Lagerluftklasse C3 kennzeichnet ein Radialspiel, das über dem Normalbereich liegt. Sie wird benötigt, wenn feste Passungen die Lagerringe beim Aufpressen verformen oder Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Das zusätzliche Spiel gleicht thermische Ausdehnungen aus und trägt dazu bei, unzulässige Vorlasten zu vermeiden.
Da das Lager offen ausgeführt ist und keine integrierten Dichtungen besitzt, erfolgt die Schmierung über das umgebende Maschinengehäuse. Je nach Konstruktion eignen sich Ölbäder, Umlaufschmierungen oder bauseits eingebrachte Fette. Externe Dichtungen am Gehäuse sind erforderlich, um das Eindringen von Schmutz sowie Schmierstoffverlust zu verhindern.
Der Käfig aus Stahlblech führt die Zylinderrollen in gleichmäßigem Abstand zueinander. Er verhindert, dass sich die Wälzkörper berühren, und verringert Reibung sowie Geräuschentwicklung. Stahlblechkäfige zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht aus und widerstehen gängigen industriellen Schmierstoffen sowie thermischen Beanspruchungen im regulären Betrieb.
Das Bauteil ist nach Toleranzklasse P0 (auch Normaltoleranz bzw. ABEC 1 genannt) gefertigt. Diese Klasse definiert genormte Grenzmaße für Bohrungs-, Außen- und Breitenmaße sowie den Rundlauf. Sie genügt den regulären Anforderungen industrieller Antriebe und Maschinen im allgemeinen Maschinenbau.
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