FAG
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Das Zylinderrollenlager NU1036 -M1A-C3 von FAG nimmt mit seinen Maßen 180x280x46 mm hohe Radialkräfte bei höheren Drehzahlen auf.
Das Zylinderrollenlager NU1036 -M1A-C3 ist ein einreihiges Radial-Wälzlager von FAG für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Dank der zylindrischen Rollen bietet die Konstruktion im Vergleich zu Kugellagern eine größere Kontaktfläche zur Laufbahn. Das Lager eignet sich für Loslageranordnungen, bei denen thermische Längenänderungen der Welle auszugleichen sind. Die offene Ausführung erlaubt eine direkte Schmierung über das Gehäusesystem im Betriebsbereich von -30 bis +150 Grad Celsius.
Das Loslager wird gezielt bei Konstruktionen eingesetzt, bei denen hohe Radialkräfte wirken und axiale Wellenausdehnungen zwangfrei ausgeglichen werden müssen. Da der Innenring beidseitig herausnehmbar ist, lässt sich die Einheit getrennt montieren. Typische Einsatzgebiete liegen in hoch belasteten Industriegetrieben und schweren Antriebssträngen. Dort nimmt das Wälzlager Querkräfte auf und gleicht temperaturbedingte Längenänderungen direkt im Lager aus.
Das Nachsetzzeichen M1A kennzeichnet einen außenbordgeführten Messing-Massivkäfig, der auch bei starken Beschleunigungen und Schwingungen stabil geführt wird. Die Führung am Außenring entlastet die Wälzkörper mechanisch. Ergänzend gleicht die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 thermische Ausdehnungen im Betriebsbereich von -30 bis +150 Grad Celsius sowie feste Passungsübermaße an Welle und Gehäuse aus.
Kennzeichnend für die Bauform NU sind zwei feste Borde am Außenring und ein bordloser Innenring. Dadurch lässt sich der Innenring zu beiden Seiten axial herausziehen. Das Lager dient als reines Loslager und nimmt ausschließlich radiale Belastungen auf. Gleichzeitig gleicht es Längenänderungen der Welle gegenüber dem Gehäuse im Lager selbst aus.
Dieses Wälzlager weist einen Innendurchmesser von 180 mm, einen Außendurchmesser von 280 mm und eine Breite von 46 mm auf. Mit diesen Hauptabmessungen und der Fertigung nach Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 passt das Lager in standardisierte Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze im industriellen Maschinen- und Anlagenbau.
Die Kennzeichnung M1A bezeichnet einen Messing-Massivkäfig, der auf den Borden des Außenrings geführt wird. Diese Außenbordführung führt die Wälzkörper bei dynamischen Stoßbelastungen präzise und wirkt Taumelbewegungen entgegen. Der massive Werkstoff Messing bietet hohe Festigkeit bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Die Lagerluftklasse C3 weist ein größeres radiales Betriebsspiel als die Normalausführung auf. Dies trägt dazu bei, ein Klemmen der Zylinderrollen zu vermeiden, wenn sich Welle und Lagerringe im Betrieb erwärmen. Auch bei festen Passungen auf Welle oder im Gehäuse verbleibt genügend Restluft für einen leichten Lauf des Lagers.
Da das Lager offen ausgeführt ist und der Außenring keine Schmierbohrung besitzt, erfolgt die Schmierung über die umliegende Gehäusekonstruktion. Je nach Betriebsbedingungen eignen sich Industrieöle oder Wälzlagerfette. Das Lager deckt einen Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad ab, weshalb der eingesetzte Schmierstoff für diese thermischen Bedingungen freigegeben sein sollte.
Durch den beidseitig herausnehmbaren Innenring lassen sich Innen- und Außenring separat montieren. Beim Fügen der Baugruppen ist darauf zu achten, dass Innenring und Rollensatz axial fluchtend und ohne Verkanten zusammengeführt werden, um Beschädigungen an den Laufbahnen und am außenbordgeführten Messingkäfig auszuschließen.
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