NKE
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Das Zylinderrollenlager MRJ3 -C3 von NKE Steyr nimmt als einreihiges Loslager mit 76,2 mm Bohrung hohe Radialkräfte in zölligen Lagerungen auf.
Das Zylinderrollenlager MRJ3 -C3 von NKE Steyr ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für Industrieanwendungen mit hohen Radiallasten. Durch die zylindrischen Wälzkörper überträgt die Konstruktion hohe Querkräfte über Linienberührung. Mit einer Bohrung von 76,2 mm, einem Außendurchmesser von 177,8 mm sowie einer Breite von 39,68 mm entspricht das Lager zölligen Abmessungen. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Rollen im Betrieb und widersteht üblichen Schwingungsbelastungen.
Dieser Lagertyp kommt dort zum Einsatz, wo hohe radiale Belastungen auftreten und die Welle axiale Längenänderungen zwangfrei ausgleichen soll. Durch die Ausführung als Loslager lässt sich der Außenring beidseitig abnehmen. Das erleichtert die getrennte Montage von Innen- und Außenring bei geteilter Einbaufolge. Das offene Bauteil ohne integrierte Dichtung ist für Öl- oder Fettschmierung über das umgebende Gehäuse konzipiert.
Die Kennzeichnung C3 weist eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung auf. Dieses zusätzliche radiale Spiel gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn Welle und Gehäuse im Betrieb unterschiedliche Temperaturen erreichen. Für Einsatzbereiche zwischen -30 und +150 Grad Celsius bietet das Lager Spielraum gegen ein Klemmen der Wälzkörper. Die Fertigung erfolgt nach der genormten Toleranzklasse P0 (ABEC 1).
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 76,2 mm, einen Außendurchmesser von 177,8 mm und eine Breite von 39,68 mm auf. Diese Abmessungen basieren auf dem zölligen Maßsystem. Vor dem Einbau sind Wellensitz sowie Gehäusebohrung zu prüfen, um einen passgenauen Sitz zu erzielen.
Der Zusatz C3 steht für eine vergrößerte interne Radiallagerluft gegenüber der Standardausführung. Sie beugt Verspannungen vor, falls durch Reibungswärme oder feste Passungen Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Dadurch läuft das Zylinderrollenlager auch bei Erwärmung mit ausreichendem Betriebsspiel.
Als Loslager besitzt diese Bauform keine festen Borde am Außenring, wodurch sich der Ring in beiden Richtungen abziehen lässt. Diese Trennbarkeit vereinfacht den Einbau, da sich Innenring samt Rollensatz und Außenring unabhängig voneinander montieren lassen. Zudem gleicht das Lager axiale Wellenverschiebungen im Betrieb reibungsarm aus.
Das Bauteil lässt sich in einem Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius betreiben. Der formstabile Stahlblechkäfig behält in dieser Spanne seine Festigkeit. Für den Betrieb ist ein Schmiermittel erforderlich, dessen Spezifikation für diesen Temperaturbereich und offene Lagerstellen geeignet ist.
Da das Lager werkseitig ungekapselt ohne Dichtscheiben geliefert wird, erfordert es eine externe Schmierstoffversorgung über die Gehäusekonstruktion. Je nach Drehzahl und Konstruktion kommt Fett- oder Ölschmierung in Betracht. Der Außenring besitzt keine Nut und keine Schmierbohrung, weshalb Schmiermittel seitlich in den Rollenraum eingebracht werden muss.
Die Toleranzklasse P0, im angloamerikanischen Raum auch als ABEC 1 bezeichnet, definiert die Standard-Maß- und Lauftoleranzen für Wälzlager. Sie legt fest, dass Abweichungen bei Bohrung, Außendurchmesser und Rundlauf innerhalb der genormten Normalgrenzen liegen. Für viele industrielle Anwendungen bietet diese Genauigkeitsstufe eine bewährte Passgenauigkeit.
NKE AUSTRIA GmbH
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