DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W85-120-12 BA dichtet rotierende Wellen mit 85 mm Durchmesser und 120 mm Außendurchmesser bei 12 mm Gehäusebreite ab.
Der Wellendichtring W85-120-12 BA dient dem radialen Abdichten von Wellen gegen das Austreten von Schmierstoffen. Das Bauteil besteht aus Nitril-Kautschuk (NBR, Perbunan) und besitzt einen elastomeren Außenmantel. Eine integrierte Zugfeder aus unlegiertem Stahl spannt die Dichtlippe mechanisch auf die Wellenoberfläche vor. Dieser Radial-Wellendichtring kommt in Konstruktionen zum Einsatz, bei denen Schmierfette oder Schmieröle zuverlässig im Gehäuse gehalten werden sollen. Der zulässige Temperaturbereich erstreckt sich von -30 bis +100 Grad.
Dieser Radialwellendichtring eignet sich vorrangig für Lagerungen und Wellenführungen, bei denen flüssige Schmierstoffe im Gehäuse gehalten werden sollen. Da die Ausführung ohne zusätzliche Schutzlippe konstruiert ist, arbeitet das System mit reduzierter Reibleistung an der Welle. Typische Anwendungen finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie in Industriegetrieben mit moderaten Betriebsbedingungen. Der Dichtring ist für einen Systemdruck von maximal 0,5 bar ausgelegt und hält Temperaturen von -30 bis +100 Grad stand.
Die kautschukummantelte Außenfläche der Bauform BA erleichtert den festen Sitz in Gehäusebohrungen, auch bei thermischer Ausdehnung oder leichter Oberflächenrauheit des Gehäuses. Das elastische NBR gleicht Maßunterschiede im Sitzbereich aus und dichtet den Außendurchmesser von 120 mm statisch ab. Die innenliegende Zugfeder aus unlegiertem Stahl unterstützt den kontinuierlichen Kontakt der Dichtlippe auf der 85 mm Welle. Achten Sie beim Einbau auf saubere Gegenlaufflächen ohne scharfkantige Übergänge.
Die Abmessungen betragen 85 mm Innendurchmesser (Bohrung), 120 mm Außendurchmesser und 12 mm Breite. Diese Maße definieren die Eignung für eine Welle mit 85 mm sowie eine Gehäusebohrung mit 120 mm. Vor dem Einbau sollten Sie den Wellensitz sowie die Gehäuseaufnahme auf Übereinstimmung mit diesen Nennmaßen prüfen, um einen festen Sitz zu erreichen.
NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, auch bekannt als Perbunan) eignet sich vor allem für mineralölbasierte Schmieröle und Standardfette. Der zulässige Einsatzbereich dieses Dichtrings liegt zwischen -30 und +100 Grad. In diesem Temperaturfenster bleibt das Elastomer elastisch und behält seine Dichtwirkung. Bei stark säurehaltigen oder aggressiven synthetischen Schmierstoffen empfiehlt sich ein vorheriger Abgleich der chemischen Beständigkeit.
Radialwellendichtringe dieser Bauart sind primär für drucklose oder druckarme Systeme ausgelegt. Die Druckbeständigkeit bis 0,5 bar erlaubt den Betrieb bei geringem Überdruck im Gehäuseinneren, wie er durch Erwärmung des Schmierstoffs im Betrieb entstehen kann. Ein höherer Druck kann die Dichtlippe verformen, was den mechanischen Verschleiß beschleunigt und die Dichtwirkung beeinträchtigt.
Die Zugfeder aus unlegiertem Stahl liegt in einer umlaufenden Nut oberhalb der Dichtlippe. Sie übt eine gleichmäßige Radialkraft auf die Dichtkante aus und drückt diese an die rotierende Welle. Dadurch gleicht die Feder geringe Wellenschwingungen sowie betriebsbedingte Setzerscheinungen des Elastomers aus und unterstützt die Dichtfunktion im laufenden Betrieb.
Der Verzicht auf eine Staub- oder Schutzlippe minimiert Reibung und Wärmeentwicklung an der Kontaktzone der Welle. Dichtringe ohne zusätzliche Lippe eignen sich für saubere Einbauumgebungen oder geschützte Gehäuseinnenräume, bei denen keine Schmutzeinwirkung von außen droht. Befindet sich die Einbaustelle in staubiger Umgebung, empfiehlt sich die Kombination mit vorgeschalteten Dichtelementen.
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