DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W75-110-13 B2 dichtet rotierende Wellen mit 75 mm Durchmesser ab und schützt Gehäusekonstruktionen vor Schmierstoffaustritt.
Der Radial-Wellendichtring W75-110-13 B2 dient zur Abdichtung rotierender Wellen in industriellen Baugruppen. Mit den Anschlussmaßen 75 mm Innendurchmesser, 110 mm Außendurchmesser und einer Breite von 13 mm passt dieser Dichtring in präzise gearbeitete Gehäusebohrungen. Die Dichtlippe besteht aus NBR (Perbunan), einem Elastomer für den Kontakt mit mineralischen Schmierfetten und Schmierölen. Eine integrierte Zugfeder aus unlegiertem Stahl hält die Dichtlippe mit kontinuierlicher Radialkraft auf der rotierenden Welle.
Dieses Dichtelement dichtet Lagerstellen und Getriebegehäuse gegen den Austritt von flüssigen oder pastösen Schmierstoffen ab. Die Ausführung eignet sich für einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +100 Grad Celsius und ist für Systemdrücke bis maximal 0,5 bar ausgelegt. Da der Ring ohne zusätzliche Staublippe konstruiert ist, arbeitet die Dichtkante mit geringerer Reibleistung. Diese Variante kommt vor allem dort zum Einsatz, wo der Bauraum vor äußerem Schmutzanfall bereits gekapselt ist.
Die Bauform B2 zeichnet sich durch einen metallummantelten, beidseitig geschlossenen Außenmantel aus. Dieser metallische Sitz sorgt für einen festen, verwindungssteifen Halt in der Gehäuseaufnahme, erfordert jedoch eine präzise gefertigte Bohrung mit sauberer Passung. Im Vergleich zu elastomerummantelten Ringen ermöglicht der Metallmantel eine exakte Ausrichtung zur Wellenachse. Beim Einbau empfiehlt sich ein planes Ansetzen des Einpresswerkzeugs am Außenring, um Verzug zu vermeiden.
Der Dichtring besitzt einen Innendurchmesser von 75 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 13 mm. Diese Abmessungen bestimmen die passende Wellengröße sowie die erforderliche Einbautiefe und den Durchmesser der Gehäusebohrung.
Das Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, auch Perbunan genannt) deckt Einsatztemperaturen von -30 bis +100 Grad Celsius ab. In diesem Bereich bleibt der Werkstoff elastisch genug, um die Dichtwirkung gegenüber mineralölbasierten Fetten und Ölen aufrechtzuerhalten.
Die Druckbeständigkeit liegt bei maximal 0,5 bar. Für höhere Betriebsdrücke ist diese Bauform nicht vorgesehen, da Überdruck die Dichtlippe verformen und zu vorzeitigem Verschleiß oder Schmiermittelleckagen an der Welle führen kann.
Ausführungen ohne Schutzlippe minimieren die Kontaktfläche zur rotierenden Welle und reduzieren dadurch Reibung sowie Wärmeentwicklung an der Dichtstelle. Sie bieten sich vor allem für geschützte Gehäuseinnenräume an, in denen keine Partikel oder Spritzwasser von außen auf die Dichtkante treffen.
Die Feder liegt in einer Nut oberhalb der Dichtlippe und unterstützt deren Anpressdruck auf die Wellenoberfläche. Dadurch gleicht sie minimale Schwingungen oder thermische Maßänderungen im Betrieb aus, um den Spalt zwischen Welle und Lippe geschlossen zu halten.
Metallummantelte Ringe benötigen eine sorgfältig entgratete und maßhaltige Gehäusebohrung. Beim Einpressen sollte die Kraft über ein passendes Schlagwerkzeug gleichmäßig auf den metallischen Außenrand wirken, damit sich der Dichtring nicht verkantet oder beschädigt wird.
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