DICHTOMATIK
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Der metallummantelte Wellendichtring W170-215-16 B2 aus NBR dichtet Wellen mit 170 mm Durchmesser bei Gehäusebohrungen von 215 mm zuverlässig gegen Schmierstoffaustritt ab.
Der Radial-Wellendichtring W170-215-16 B2 dient der radialen Abdichtung rotierender Wellen in industriellen Baugruppen. Mit einem Innendurchmesser von 170 mm, einem Außendurchmesser von 215 mm sowie einer Breite von 16 mm eignet sich dieses Bauteil für größere Wellenlagerungen. Der Dichtkörper besteht aus Nitrilkautschuk (NBR, Perbunan) und ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +100 Grad ausgelegt. Eine integrierte Zugfeder aus unlegiertem Stahl unterstützt die radiale Anpressung der Dichtkante auf der Wellenoberfläche.
Das Dichtelement dient vorrangig der Rückhaltung von Schmierölen und Schmierfetten an Wellendurchführungen. Die Bauform ohne Schutzlippe konzentriert sich rein auf die Primärabdichtung gegen das flüssige Medium im Gehäuseinneren. Druckbelastungen sind bis zu einem Wert von maximal 0,5 bar zulässig. Typische Einsatzbereiche finden sich an Getriebewellen, Großlagerstellen oder Antriebssträngen im allgemeinen Maschinenbau, in denen moderate Betriebstemperaturen herrschen und die Schmierstelle betriebssicher umschlossen bleiben muss.
Die Ausführung B2 zeichnet sich durch einen metallenen Außenmantel aus, der beidseitig geschlossen gefertigt ist. Dieser metallische Sitz sorgt für einen festen, maßgenauen Halt in der Gehäusebohrung, auch bei wiederholter thermischer Ausdehnung der Bauteile. Achten Sie beim Einpressen auf ein rechtwinkliges Ansetzen und ein geeignetes Montagewerkzeug, das die Einpresskraft gleichmäßig über den Außenring verteilt. Vor dem Einbau empfiehlt sich das Benetzen der Dichtlippe mit Schmierstoff, um die Reibung während der ersten Wellenumdrehungen zu verringern.
Die Baugröße ist für Wellen mit einem Durchmesser von 170 mm ausgelegt. Der Außendurchmesser beträgt 215 mm für die Aufnahme in der entsprechenden Gehäusebohrung, während die Einbaubreite bei 16 mm liegt. Prüfen Sie diese drei Hauptmaße vor dem Einbau an Ihrer Einbaustelle, um den festen Sitz sowie die vollständige Abdeckung der Dichtspur zu ermöglichen.
Im Gegensatz zu vollständig gummierten Radialdichtringen besitzt dieser Ring einen stabilen metallischen Außenmantel, der beidseitig geschlossen ist. Diese Konstruktion unterstützt einen exakten Festsitz in der Gehäusebohrung. Die metallische Außenfläche erleichtert das präzise Einpressen und verhindert ein Verziehen des Dichtrings bei festen Passungssitzen oder wechselnden thermischen Gegebenheiten.
Das Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, auch Perbunan genannt) deckt ein Einsatzfenster von -30 bis +100 Grad ab. Innerhalb dieses Rahmens behält das Material seine Elastizität und chemische Beständigkeit gegenüber gängigen mineralölbasierten Schmierfetten sowie Schmierölen. Für Anwendungen mit dauerhaft höheren Temperaturen über 100 Grad sollten Sie alternative Werkstoffe prüfen.
Das Bauteil ist für den drucklosen Betrieb sowie für geringe Überdrücke bis maximal 0,5 bar spezifiziert. Standard-Radial-Wellendichtringe sind primär als drucklose Dichtelemente gegen Spritz- und Schmieröl konzipiert. Liegt der Anlagendruck systembedingt oberhalb von 0,5 bar, sind druckbelastbare Sonderbauformen oder vorgeschaltete Entlastungsmaßnahmen erforderlich.
Die im Inneren der Dichtlippe eingelegte Wurmfeder spannt die elastische Dichtkante radial vor. Dadurch liegt das NBR-Material mit definierter Kraft an der umlaufenden Gegenlauffläche der Welle an. Diese mechanische Vorspannung gleicht geringe Rundlaufabweichungen der Welle aus und trägt dazu bei, den Dichtkontakt im Betrieb aufrechtzuerhalten.
Nein, dieses Modell ist in einlippiger Ausführung ohne zusätzliche Staub- oder Schutzlippe gefertigt. Der Dichtring konzentriert sich voll auf das Zurückhalten des Schmiermediums aus dem Gehäuseinneren. Falls die Außenseite starkem Staub, Spritzwasser oder partikulärem Schmutz ausgesetzt ist, sollte der Schutz durch externe Labyrinthdichtungen oder vorgeschaltete Deckscheiben realisiert werden.
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