DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W95-120-12 VIT dichtet Wellen mit 95 mm Durchmesser bei 120 mm Außendurchmesser gegen Schmierstoffaustritt bis +200 °C ab.
Der Wellendichtring W95-120-12 VIT dichtet rotierende Wellen in Gehäusen gegen den Austritt von Schmierstoffen ab. Mit einem Innendurchmesser von 95 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Breite von 12 mm passt diese Radial-Wellendichtung in präzise gefertigte Einbauräume. Der Werkstoff Fluorkautschuk (FKM) erlaubt den Einsatz bei anspruchsvollen thermischen Bedingungen in der industriellen Antriebstechnik.
Dieser Dichtring eignet sich vorrangig für Baugruppen mit thermischer Belastung und Drehzahlen, bei denen mineralische oder synthetische Schmierstoffe im System verbleiben sollen. Das Bauteil widersteht Temperaturen von -15 bis +200 Grad und hält einem Betriebsüberdruck von maximal 0,5 bar stand.
Da die Dichtung ohne separate Schutzlippe ausgeführt ist, reduziert sich die Reibleistung an der Welle. Diese Bauform empfiehlt sich vor allem für geschützte Einbauorte ohne direkte Einwirkung von externem Schmutz oder Spritzwasser.
Die kautschukummantelte Außenfläche gleicht fertigungsbedingte Rauheiten der Gehäusebohrung aus und dichtet den Sitz statisch ab. Zudem erleichtert der elastomere Mantel das gleichmäßige Einpressen in den Gehäusesitz, ohne die Wandung zu beschädigen.
Auf der Innenseite sorgt eine Zugfeder aus rost- und säurebeständigem Stahl für den nötigen radialen Anpressdruck der Dichtlippe auf die 95-mm-Welle. Diese Federung unterstützt die Dichtwirkung auch bei chemisch anspruchsvollen Medien und thermischen Dehnungen.
Das Dichtelement besitzt einen Innendurchmesser von 95 mm für die Wellenaufnahme, einen Außendurchmesser von 120 mm für den Gehäusesitz sowie eine Einbaubreite von 12 mm. Diese Abmessungen definieren den benötigten zylindrischen Bauraum und erfordern eine rechtwinklige Montage zur Wellenachse, um die Funktion zu erfüllen.
Der Werkstoff FKM (Viton) deckt einen Einsatzbereich von -15 bis +200 Grad ab. Das Material bleibt bei hohen Betriebstemperaturen formstabil und eignet sich für Medien mit starker thermischer Beanspruchung, bei denen Standardwerkstoffe wie NBR an ihre Grenzen stoßen.
Eine Ausführung ohne Schutzlippe verfügt lediglich über die primäre Dichtkante zur Schmiermittelrückhaltung. Durch den Verzicht auf die zusätzliche Lippe sinkt das Reibungsmoment an der Welle. Der Dichtring kommt daher bevorzugt dort zum Einsatz, wo keine äußeren Schmutzpartikel oder Stäube an die Dichtstelle gelangen.
Die Konstruktion ist für einen Druck von maximal 0,5 bar ausgelegt. Radial-Wellendichtringe dienen dem drucklosen Betrieb oder geringen Druckdifferenzen. Höhere Betriebsdrücke können die Dichtlippe verformen, was den Verschleiß beschleunigt und zu Undichtigkeiten führen kann.
Die Zugfeder presst die Dichtlippe mechanisch an die Wellenoberfläche an. Da der Werkstoff FKM häufig mit aggressiven Medien oder Feuchtigkeit in Kontakt kommt, wirkt die Ausführung aus rost- und säurebeständigem Stahl Korrosionsschäden an der Feder entgegen, um die radiale Vorspannung zu unterstützen.
Der Elastomermantel dichtet den Sitz in der Gehäusebohrung statisch ab, selbst bei leicht rauen Passungsflächen oder thermischer Ausdehnung des Gehäuses. Gleichzeitig mindert die Kautschukhülle die benötigte Einpresskraft bei der Montage und schont den Lagersitz vor Riefenbildung.
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