DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W50-72-10 VIT dichtet rotierende Wellen mit den Maßen 50x72x10 mm thermisch hochbelastbar im Bereich von -15 bis +200 °C ab.
Der Wellendichtring W50-72-10 VIT ist eine Radial-Wellendichtung für rotierende Wellen mit 50 mm Innendurchmesser, 72 mm Außendurchmesser und 10 mm Breite. Dank des Werkstoffs FKM (Fluor-Kautschuk, bekannt als Viton) eignet sich diese Dichtung für thermisch beanspruchte Aggregate mit Betriebstemperaturen zwischen -15 und +200 Grad Celsius. Die elastische Kautschukummantelung am Außenmantel unterstützt den dichten Sitz in der Gehäusebohrung, während die integrierte Zugfeder aus rost- und säurebeständigem Stahl den erforderlichen radialen Anpressdruck der Dichtlippe an die Welle aufrechterhält.
Dieser Radial-Wellendichtring dichtet Schmierstoffe und Flüssigkeiten bei rotierenden Wellen gegen die Umgebung ab. Durch die Auslegung für Betriebsdrücke bis maximal 0,5 Bar findet er vor allem in drucklosen oder gering druckbeaufschlagten Systemen Anwendung. Da das Modell ohne zusätzliche Schutzlippe gefertigt ist, reduziert sich die Reibung an der Welle auf eine minimale Kontaktfläche. Das Bauteil findet vorzugsweise in sauberen Umgebungen Anwendung, in denen aggressive Schmieröle, synthetische Medien oder erhöhte Prozesstemperaturen den Einsatz klassischer NBR-Dichtungen ungeeignet machen.
Der Werkstoff FKM zeichnet sich durch hohe chemische Resistenz gegenüber vielen aggressiven Ölen, Kraftstoffen und Chemikalien aus. In Verbindung mit der Zugfeder aus rost- und säurebeständigem Stahl bleibt die Dichtwirkung auch bei Einwirkung anspruchsvoller Medien stabil. Die Kautschukummantelung erleichtert den Einbau in das Gehäuse und gleicht geringfügige thermische Dehnungen oder Oberflächenrauheiten der Gehäusebohrung aus. Bei der Montage ist eine maßhaltige und unbeschädigte Welle im Bereich von 50 mm wesentlich, um die Dichtkante zu schonen.
Die Abmessungen betragen 50 mm Innendurchmesser (passend für die Welle), 72 mm Außendurchmesser (für die Gehäusebohrung) und 10 mm Baubreite. Diese Nenngrößen müssen exakt mit der Einbaustelle übereinstimmen. Die kautschukummantelte Außenfläche sorgt dabei für einen festen, dichten Sitz im Gehäuse.
FKM ist ein Fluorkautschuk mit hoher Beständigkeit gegen erhöhte Temperaturen sowie gegen viele Öle, Kraftstoffe und synthetische Schmierstoffe. Der Werkstoff behält seine elastischen Eigenschaften auch bei hohen Betriebstemperaturen bei. Das macht FKM zur geeigneten Wahl in chemisch oder thermisch anspruchsvollen Dichtungsbereichen.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -15 und +200 Grad Celsius. Innerhalb dieser Temperaturspanne bleibt das Dichtmaterial flexibel genug, um die Dichtwirkung an der Welle aufrechtzuerhalten. Bei Temperaturen außerhalb dieses Fensters kann es zu Verhärtungen oder vorzeitigem Elastizitätsverlust des Dichtungswerkstoffes kommen.
Diese Bauform ist für eine Druckbeständigkeit von bis zu maximal 0,5 Bar ausgelegt. Der Dichtring dient in erster Linie drucklosen Abdichtungen oder Systemen mit sehr geringem Überdruck. Bei höheren Systemdrücken empfiehlt sich der Einsatz speziell verstärkter Druckdichtungen, da sonst die Dichtlippe verformt oder beschädigt werden kann.
Die Ausführung ohne separate Schutzlippe minimiert die Reibungskräfte und die Wärmeentwicklung an der Wellenoberfläche, da lediglich eine einzelne Dichtkante anliegt. Sie eignet sich für saubere Umgebungen oder gekapselte Gehäuse, in denen von außen kein nennenswerter Schmutz- oder Partikelanfall auf die Dichtstelle einwirkt.
Die Zugfeder presst die Dichtlippe radial an die Wellenoberfläche an. Durch die Fertigung aus rost- und säurebeständigem Stahl bleibt diese Vorspannkraft auch bei Kontakt mit aggressiven Medien oder feuchter Umgebung erhalten. Dies wirkt Korrosion an der Feder entgegen und unterstützt die Funktion der Dichtung im Betrieb.
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