SKF
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Das offene Vierpunktlager QJ314 N2MA/C3 von SKF (70x150x35 mm) nimmt beidseitig hohe Axialkräfte auf und besitzt zwei Haltenuten gegen Ringwandern.
Das Vierpunktlager QJ314 N2MA/C3 von SKF ist ein einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring und Messingkäfig. Mit den Hauptabmessungen 70 mm Bohrung, 150 mm Außendurchmesser und 35 mm Breite nimmt diese Konstruktion erhebliche axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die offene Bauweise ohne integrierte Dichtung erlaubt den Einsatz in geschmierten Maschinensystemen innerhalb eines Temperaturbereichs von -30 bis +150 Grad Celsius. Die Ausführung entspricht der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 für industrielle Standardanforderungen.
Dieses Wälzlager kommt vorrangig dort zum Einsatz, wo hohe axiale Kräfte in wechselnder Richtung bei geringem axialem Bauraum aufgenommen werden müssen. Häufig fungiert die Bauform als reines Axiallager mit radialem Gehäusespiel. Durch die Geometrie der Laufbahnen stützen sich die Kugeln bei reiner Axialbelastung an zwei Punkten ab, was für einen reibungsarmen Lauf sorgt.
Die zwei um 180 Grad versetzten Haltenuten im Außenring wirken einem Mitdrehen des Außenrings im Lagergehäuse entgegen, wenn das Lager mit loser Passung verbaut wird. Zudem erleichtert der geteilte Innenring die getrennte Montage von Innen- und Außenring samt Messingkäfig. Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Dieser vergrößerte Spielraum gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen bei Temperaturen bis +150 Grad aus, ohne die Laufbahnen zu verspannen.
Dieses Wälzlager verfügt über eine Bohrung von 70 mm, einen Außendurchmesser von 150 mm sowie eine Breite von 35 mm. Die Maße entsprechen den genormten Anschlussmaßen für Vierpunktlager dieser Baugröße. Vor dem Einbau empfiehlt sich die Prüfung des Wellen- und Gehäusesitzes, um eine fachgerechte Passung der Komponenten zu erreichen.
Die zwei um 180 Grad versetzten Haltenuten dienen der Aufnahme von Haltestiften im Gehäuse. Sie wirken einer Rotation des Außenrings bei schwimmender Gehäusepassung entgegen. Das ist erforderlich, wenn das Vierpunktlager als reines Axiallager neben einem Radiallager arbeitet und sich der Außenring axial frei bewegen können soll.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Freiraum zwischen Kugeln und Laufbahnen mindert das Risiko eines Klemmens, falls Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse auftreten oder feste Passungen das Betriebsspiel im eingebauten Zustand verringern.
Ein geteilter Innenring ermöglicht eine nicht selbsthaltende Bauart, bei der Außenring samt Kugel- und Messingkäfigsatz getrennt von den beiden Innenringhälften montiert werden kann. Diese Konstruktion erleichtert die Montage sowie den Austausch in engen Bauräumen und erlaubt die Aufnahme einer größeren Anzahl an Kugeln für hohe Belastungen.
Das Lager deckt einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 Grad ab. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, hängt die tatsächliche Einsatzgrenze maßgeblich vom gewählten Schmierstoff ab. Das eingesetzte Schmierfett oder Schmieröl muss für die im Betrieb auftretenden Temperaturen und Belastungen freigegeben sein.
Der Messingkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm und zeichnet sich durch thermische Stabilität sowie gute Notlaufeigenschaften aus. Der Werkstoff Messing eignet sich für Anwendungen mit wechselnden Drehmomenten, Stoßbelastungen oder höheren Betriebstemperaturen im anspruchsvollen Dauereinsatz.
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