DICHTOMATIK
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V-Ring V350 L VIT: Axial wirkende Wellendichtung aus FKM (Viton) mit dünnem Profil, abgestimmt auf Wellensitze mit 315 mm Durchmesser und 14,3 mm Breite.
Der V-Ring V350 L VIT ist eine elastische Gummidichtung für rotierende Wellen, die axial gegen eine senkrechte Gegenlauffläche abdichtet. Durch den Werkstoff FKM (Viton) eignet sich dieses Dichtelement vor allem für Umgebungen mit thermischen Belastungen oder Kontakt mit Schmierstoffen und aggressiven Medien. Die Dichtung läuft im Betrieb mit der Welle um und wirkt durch die Fliehkraft wie eine Schleuderscheibe gegen Schmutz und Spritzwasser von außen.
Dieser V-Ring fungiert vorwiegend als sekundäre Schutzdichtung vor Radial-Wellendichtringen oder Lagern bei Wellenkonstruktionen mit großen Durchmessern. Der elastische Ringkörper sitzt fest auf der Welle auf, während die flexible Dichtlippe axial an einer ebenen Gegenlauffläche wie dem Gehäusedeckel anliegt. Diese Anordnung schirmt Schmutzpartikel sowie Spritzflüssigkeiten wirksam von nachgelagerten Maschinenelementen ab.
Das Profil L weist einen schmalen Querschnitt auf, wodurch sich das Bauteil bei beengten axialen Bauraumverhältnissen montieren lässt. Der Fluorkautschuk FKM bietet eine hohe Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Chemikalien. Zudem bleibt der Werkstoff auch bei anhaltend erhöhten Betriebstemperaturen elastisch und formstabil, was die kontinuierliche Dichtwirkung unterstützt.
Als rein elastische Axialdichtung aus Fluorkautschuk FKM (Viton) mit dünnem Profil L läuft das Bauteil direkt auf der Welle um und dichtet über eine flexible Dichtlippe axial gegen eine ebene Gehäusewand ab.
Die Dichtung ist für Wellen mit einer Nennbohrung von 315 mm ausgelegt und besitzt im Einbauzustand eine konstruktive Breite von 14,3 mm. Durch das elastische Material spannt sich der Innenring selbsttätig sicher auf dem Wellenumfang fest.
Der V-Ring wird gedehnt auf die rotierende Welle aufgezogen und läuft mit deren Drehzahl um. Seine Dichtlippe berührt unter leichtem axialem Anpressdruck die stillstehende Gehäusewand. Im Betrieb schleudert der rotierende Körper Schmutzpartikel und Flüssigkeiten durch Fliehkraft nach außen weg.
FKM empfiehlt sich, wenn das Dichtungsmaterial aggressiven Medien, speziellen Industriechemikalien, synthetischen Schmierstoffen oder hohen Betriebstemperaturen ausgesetzt ist. Standard-Elastomere verhärten unter solchen Einflüssen schneller, während FKM seine Elastizität und Dichtfunktion behält.
Die axiale Stirnfläche des Gehäuses oder Lagerdeckels dient der Dichtlippe als Gegenlaufzone. Diese Fläche sollte drallfrei bearbeitet und frei von tiefen Riefen, Schlägen oder Graten sein, um vorzeitigen Abrieb an der FKM-Lippe zu vermeiden.
Der Buchstabe L kennzeichnet die Bauform mit einem dünnen Profil. Diese Ausführung beansprucht axial besonders wenig Raum und wird bevorzugt dort gewählt, wo zwischen Lagergehäuse und benachbarten Bauteilen nur ein schmaler Dichtungsbereich zur Verfügung steht.
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