DICHTOMATIK
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Der V-Ring V220 A dichtet rotierende Wellen mit 210 mm Bohrung und 10,5 mm Breite axial gegen Schmutz und Spritzwasser ab.
Der V-Ring V220 A dient als elastische Axialdichtung für rotierende Wellensysteme im industriellen Maschinenbau. Gefertigt aus NBR (Perbunan), spannt sich der elastische Grundkörper direkt auf die Welle und rotiert mit dieser mit. Die flexible Dichtlippe liegt axial an einer senkrecht zur Welle stehenden Gegenlauffläche an. Dadurch schützt die Dichtung nachgeschaltete Wälzlager vor dem Eindringen von Staub, Schmutzpartikeln und Spritzflüssigkeiten, während Schmierstoffe im System verbleiben.
Diese Dichtung eignet sich vor allem als Vorschaltdichtung für groß dimensionierte Lagerungen in rotierenden Wellensystemen der Antriebstechnik. Durch die Drehbewegung wirkt der Ringkörper zusätzlich als Schleuderscheibe, die Schmutz und Flüssigkeiten radial abweist. In Kombination mit Radial-Wellendichtringen oder Labyrinthdichtungen trägt der V-Ring dazu bei, die Standzeit der Wälzlagerung zu unterstützen, indem er abrasive Partikel bereits vor dem eigentlichen Lagersitz abfängt.
Der Werkstoff NBR zeichnet sich durch Beständigkeit gegenüber mineralölbasierten Schmierfetten, Ölen und Wasser aus. Das Elastomer verfügt über eine gute Abriebfestigkeit und Elastizität, was den festen Sitz auf der Welle begünstigt. Für die Dichtwirkung ist entscheidend, dass die axiale Gegenlauffläche eine ausreichend feine Oberflächengüte aufweist. Für industrielle Betriebsumgebungen stellt die Standardausführung aus Perbunan eine zweckmäßige Dichtungslösung dar.
Diese rein aus Elastomer gefertigte Axial-Wellendichtung der Standardbauform A wird direkt auf die Welle montiert, läuft mit ihr um und dichtet mit ihrer flexiblen Dichtlippe axial gegen eine Gehäusewand oder einen Bund ab.
Die Dichtung besitzt eine Bohrung von 210 mm und eine Dichtungsbreite von 10,5 mm im ungespannten Zustand. Sie eignet sich für Wellen im entsprechenden Nenndurchmesserbereich, auf denen der elastische Ringkörper mit radialer Eigenspannung aufsitzt.
Der Ringkörper sitzt fest auf der Welle und rotiert gemeinsam mit ihr. Während der Rotation gleitet die profilierte Dichtlippe mit geringem Anpressdruck an der stillstehenden Gegenfläche. Gleichzeitig schleudert der umlaufende Dichtungskörper anhaftende Verunreinigungen und Feuchtigkeit durch die Fliehkraft nach außen ab.
NBR, auch als Perbunan bezeichnet, bietet eine hohe Beständigkeit gegenüber Schmierfetten, Mineralölen und Wasser. Der Werkstoff weist eine gute mechanische Festigkeit sowie Abriebbeständigkeit auf, weshalb er in der industriellen Antriebs- und Wälzlagertechnik weit verbreitet ist.
Der V-Ring wird häufig primären Dichtsystemen wie Radial-Wellendichtringen vorgeschaltet. In dieser Anordnung hält er grobe Schmutzpartikel, Staub und Spritzwasser von der Hauptdichtung fern. Das entlastet die nachgelagerte Lagerstelle und erhöht die Standzeit des Gesamtsystems.
Die axiale Anlauffläche am Gehäuse oder Wellenabsatz sollte sauber, gratfrei und fein bearbeitet sein. Eine feine Dreh- oder Schliffoberfläche sorgt dafür, dass die elastische Dichtlippe gleichmäßig anliegt, Reibungswärme reduziert wird und vorzeitiger Lippenverschleiß vermieden wird.
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