UKF
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Das Spindellager 719UHC50 .A25.I/1.L (50x72x12 mm) ist ein Hochgeschwindigkeits-Hybridlager mit Keramikkugeln für präzise Spindelanordnungen.
Das Spindellager 719UHC50 .A25.I/1.L von UKF GmbH ist als einreihiges Hochgeschwindigkeitslager für präzise geführte Spindelsysteme konzipiert. Dank der Wälzkörper aus Siliziumnitrid (Si3N4) verbindet dieses Hybridlager geringe bewegte Massen mit einer integrierten Stromisolierung. Die Ringe bestehen aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6. Die offene Ausführung ist konserviert. Damit eignet sich das Bauteil gezielt für Konstruktionen mit separater Schmierstoffversorgung in schnelldrehenden Aggregaten.
Instandhalter und Konstrukteure setzen das Spindellager 719UHC50 .A25.I/1.L vorrangig in schnelllaufenden Spindelanordnungen ein, bei denen hohe Drehzahlen und axiale Kräfte gleichzeitig auftreten. Durch den Druckwinkel von 25 Grad nimmt das Schrägkugellager kombinierte radiale und axiale Kräfte in einer Richtung auf. Die Keramikkugeln dienen der Stromisolierung zwischen Welle und Gehäuse. Der integrierte Hartgewebekäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm im Temperaturbereich von -40 bis +110 Grad Celsius.
Dieses Spindellager besitzt eine leichte Vorspannung und ist für die universelle Anordnung vorbereitet. Sie können Einzellager somit problemlos zu abgestimmten Lagersätzen zusammenstellen. Für exakten Rundlauf sorgen die eingeengten Toleranzen: Der Innenring ist genauer als P4 (ABEC 7) gefertigt, während der Außenring genauer als P5 (ABEC 5) ausgeführt ist. Da es sich um ein offenes Lager ohne Schmierbohrung handelt, erfordert der Betrieb eine saubere Gehäuseumgebung sowie eine externe Öl- oder Fettschmierung.
Das Spindellager weist eine Bohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine schmale Breite von 12 mm auf. Durch diesen schlanken Querschnitt beansprucht die Lagerung wenig radialen Bauraum in Spindelsystemen. Prüfen Sie vor dem Einbau die Gehäusebohrung und den Wellensitz auf Maßhaltigkeit.
Die Wälzkörper aus Siliziumnitrid (Si3N4) zeichnen sich durch ein geringes spezifisches Gewicht und hohe Härte aus, was die Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten reduziert. Zudem bieten die Keramikkugeln eine elektrische Isolierung. Dadurch trägt das Hybridlager zum Schutz von Laufbahnen und Schmierstoff vor strombedingten Schäden bei.
Der Druckwinkel definiert die Richtung, in der Kräfte über die Wälzkörper übertragen werden. Ein Winkel von 25 Grad bietet eine erhöhte axiale Steifigkeit und Tragfähigkeit im Vergleich zu flacheren Ausführungen. Das Lager nimmt axiale Belastungen in einer Wirkrichtung präzise auf und führt Wellen spurtreu.
Das Bauteil ist als offenes Lager ohne integrierte Schleif- oder Deckdichtungen ausgeführt. Vor dem Einbau schützt eine Konservierung das Material. Im Betrieb muss das umgebende Spindelgehäuse die Dichtfunktion gegen Fremdpartikel übernehmen, damit die Wirkung des separat zugeführten Schmierstoffs erhalten bleibt.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -40 und +110 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Hartgewebekäfig sind auf dieses Spektrum abgestimmt. Bei der Wahl des Schmierstoffs sollten Anwender darauf achten, dass dessen thermische Eignung diesen Arbeitsbereich vollständig abdeckt.
Einzellager für universelle Anordnung sind stirnseitig so gefertigt, dass sie in O-, X- oder Tandem-Konfiguration miteinander montiert werden können. Bei paarweiser Montage entsteht die leichte Vorspannung. Das erleichtert den Aufbau von Mehrfachlagersätzen in Spindelsystemen ohne zeitraubendes Anpassen von Passscheiben.
UKF Universal-Kugellager-Fabrik GmbH
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