UKF
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Das Spindellager 719UHC20 .A15.0/I.DB.L von UKF GmbH bietet mit 20 mm Bohrung und Keramikkugeln hohe Drehzahlfestigkeit in O-Anordnung.
Das Spindellager 719UHC20 .A15.0/I.DB.L von UKF GmbH ist ein abgestimmter Lagersatz für Spindelanwendungen. Ausgestattet mit Wälzkörpern aus Siliziumnitrid (Si3N4) und Ringen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verbindet diese Hybrid-Ausführung hohe Steifigkeit mit reduzierter Reibungserwärmung. Der Satz besteht aus zwei einreihigen Lagern, die mit einer leichten Vorspannung gepaart sind. Die offene Konstruktion ist konserviert und für Drehzahlen im Hochgeschwindigkeitsbereich ausgelegt.
Dieser Lagersatz eignet sich für Spindellagerungen mit kombinierten Belastungen aus radialen und axialen Kräften. Durch den Druckwinkel von 15 Grad führt die Lagerung kombinierte Kräfte spielfrei. Die Paarung in O-Anordnung sorgt für eine breite Stützbasis, wodurch das Spindellager Kippmomente an der Spindelwelle wirksam aufnimmt. Zudem isolieren die Keramikkugeln die Lagerung gegen schädliche Stromdurchgänge.
Die Kombination aus Siliziumnitrid-Kugeln und einem leichten Hartgewebekäfig verringert die Fliehkräfte bei hohen Spindeldrehzahlen spürbar. Gleichzeitig bewahren die Werkstoffe im Temperaturbereich von -40 bis +110 Grad ihre Festigkeit. Da die offene Ausführung keine integrierte Dichtung besitzt, lassen sich Schmierstoff und Gehäusedichtung gezielt auf das System anpassen. Bei der Montage ist die enge Toleranzklasse zu beachten, bei der der Innenring genauer als P2 beziehungsweise ABEC 9 und der Außenring genauer als P4 beziehungsweise ABEC 7 gefertigt ist.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 37 mm sowie eine Breite von 9 mm auf. Diese kompakten Abmessungen erlauben den Einbau in schlanke Spindelgehäuse bei gleichzeitig hoher Drehzahlkapazität.
Das Kürzel DB kennzeichnet einen Satz aus zwei Einzellagern in O-Anordnung. Bei dieser Rücken-an-Rücken-Montage laufen die Drucklinien nach außen auseinander. Dadurch entsteht eine vergrößerte Stützbreite, die Kippmomente auf der Welle effektiv aufnimmt und die Spindelsteifigkeit erhöht.
Siliziumnitrid (Si3N4) ist ein keramischer Werkstoff mit geringerer Dichte als Wälzlagerstahl. Dadurch verringern sich die Fliehkräfte der Wälzkörper bei hohen Umlaufgeschwindigkeiten. Zudem wirken Keramikkugeln elektrisch isolierend und schützen die Laufbahnen vor Stromdurchgängen.
Der Innenring ist genauer gefertigt als die Toleranzklasse P2 beziehungsweise ABEC 9. Der Außenring übertrifft die Anforderungen der Klasse P4 beziehungsweise ABEC 7. Diese engen Fertigungstoleranzen begünstigen einen präzisen, vibrationsarmen Rundlauf im Hochgeschwindigkeitsbetrieb.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen zwischen -40 und +110 Grad ausgelegt. Der Hartgewebekäfig sowie die Werkstoffpaarung aus 100Cr6-Stahl und Keramikkugeln behalten in diesem thermischen Fenster ihre Formstabilität und mechanischen Festigkeitswerte.
Das Spindellager ist ab Werk konserviert und besitzt keine Schmierbohrung. Vor der Inbetriebnahme empfiehlt sich das Einbringen eines abgestimmten Spindellagerfetts oder einer Öl-Minimalmengenschmierung, abgestimmt auf die angestrebte Drehzahl und die Gehäuseumgebung.
UKF Universal-Kugellager-Fabrik GmbH
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