SKF
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Das Schrägkugellager 7312 BEP von SKF bietet mit 60 mm Bohrung und 40-Grad-Druckwinkel eine belastbare Lagerung für einseitig axiale und radiale Kräfte.
Das Schrägkugellager 7312 BEP ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit den Hauptabmessungen 60x130x31 mm. Dank der asymmetrischen Schultern an Innen- und Außenring nimmt diese Ausführung Radialkräfte sowie einseitig wirkende Axialkräfte gezielt auf. SKF fertigt dieses Modell in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) mit normaler Radiallagerluft. Das offene Bauteil eignet sich für öl- oder fettgeschmierte Baugruppen im Maschinenbau und hält Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad stand.
Das Schrägkugellager 7312 BEP kommt vor allem zum Einsatz, wenn hohe Radialbelastungen gemeinsam mit einseitigen Axialkräften auf die Welle treffen. Durch den Druckwinkel von 40 Grad leitet das Lager axiale Schubkräfte wirksam in die Anschlusskonstruktion ab. Diese Ausführung eignet sich für Baugruppen mit kombinierter Lastbeanspruchung.
Typische Einsatzmöglichkeiten finden sich in Wellenlagerungen, bei denen definierte Führungskräfte in einer Richtung erforderlich sind. Da es sich um eine Standardausführung ohne Ringnuten handelt, lässt sich das Bauteil passgenau in zylindrische Gehäuse einfügen. Für wechselnde Axialrichtungen erfolgt die Kombination mit einem gegengestellten zweiten Schrägkugellager.
Der Polyamidkäfig der BEP-Ausführung führt die Wälzkörper reibungsarm und hält das rotierende Bauteilgewicht gering. Dieser Käfigwerkstoff unterstützt einen vibrationsarmen Lauf innerhalb des zulässigen Temperaturbereichs von -20 bis +120 Grad. Die Bauform verbindet thermische Belastbarkeit mit guten Laufeigenschaften.
Bei der Konstruktion ist die offene Bauform zu berücksichtigen: Das Lager besitzt keine integrierten Dichtungen. Daher erfordert der Einsatz eine externe Abdichtung des Lagergehäuses sowie eine Schmierung mit Öl oder Schmierfett. Die Standard-Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) erleichtert den Austausch bei Instandhaltungsarbeiten.
Dieses einreihige Lager besitzt einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm und eine Baubreite von 31 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und verzichtet auf Nuten oder Flansche. Dank der standardisierten Abmessungen eignet sich das Modell für genormte Lagersitze in Maschinen und Industriegetrieben.
Ein Druckwinkel von 40 Grad ermöglicht die Aufnahme hoher axialer Kräfte in einer Wirkrichtung, kombiniert mit radialen Kräften. Die Kraftübertragung erfolgt schräg zur Radialebene über die Berührungspunkte zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen. Dies verleiht der Lagerung eine ausgeprägte axiale Steifigkeit bei einseitiger Belastung.
Der Polyamidkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig und zeichnet sich durch günstige Gleiteigenschaften sowie geringe Eigenmasse aus. Im Vergleich zu Metallkäfigen fördert der Kunststoff einen leisen Lauf und dämpft leichte Stöße. Der Werkstoff ist für den Einsatz im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine werksseitigen Dichtscheiben. Die Schmierung erfolgt über das Schmiersystem der umliegenden Konstruktion wahlweise mit Schmierfett oder Schmieröl. Um Schmutzpartikel fernzuhalten und Schmierstoffverlust zu minimieren, ist eine externe Gehäuseabdichtung erforderlich.
Die Toleranzklasse P0/PN (entsprechend ABEC 1) steht für Standardgenauigkeiten bei Maß-, Form- und Laufgenauigkeit im Maschinenbau. Zusammen mit der normalen Radiallagerluft trägt diese Einstufung dazu bei, dass das Lager bei regulären Passungen und Betriebstemperaturen ein definiertes Radialspiel beibehält, ohne unerwünschte Verspannungen zu entwickeln.
Nein, ein einzelnes einreihiges Schrägkugellager stützt Axialkräfte bauartbedingt nur in einer Richtung ab. Für Wellen mit wechselnden oder beidseitigen Axialbelastungen müssen Sie zwei Lager gegeneinander anstellen, beispielsweise in O- oder X-Anordnung. Erst durch diese paarweise Montage entsteht eine beidseitig spielfreie Führung.
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