SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3303 ATN9/C3 von SKF kombiniert kompakte Maße von 17x47x22,2 mm mit erhöhter C3-Lagerluft für kombinierte Belastungen.
Das Schrägkugellager 3303 ATN9/C3 ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, das radiale und beidseitig axiale Kräfte aufnimmt. Mit einer Bohrung von 17 mm, einem Außendurchmesser von 47 mm und einer Breite von 22,2 mm entspricht dieses Lager der Standardausführung ohne Flansch oder Nut am Außenring. Der Hersteller SKF fertigt das Lager in der erhöhten Toleranzklasse P6 bzw. ABEC 3. Durch den integrierten Polyamidkäfig läuft das Lager leise und arbeitet in einem Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das zweireihige Schrägkugellager 3303 ATN9/C3 eignet sich vor allem für Lagerungsstellen, an denen Radiallasten gemeinsam mit beidseitigen Axialkräften auftreten. Durch den Druckwinkel von 30 Grad überträgt das Wälzlager Kippmomente und führt Wellen präzise bei wechselnder Lastrichtung. Es dient im Maschinenbau und in Getriebeeinheiten als kompakte Einheit, die zwei gepaarte einreihige Lager auf engem Raum ersetzt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Diese Ausführung gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn während des Betriebs Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring entstehen oder feste Passungen gewählt werden. Der Käfig aus Polyamid reduziert das Eigengewicht des Wälzkörpersatzes, dämpft Laufgeräusche und hält Dauerbetriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad stand. Bei dieser offenen Bauform ohne integrierte Dichtscheiben übernimmt das umgebende Gehäuse den Schutz vor Schmutzeintritt, während die Schmierung über Öl oder Fett erfolgt.
Das zweireihige Lager weist einen Innendurchmesser von 17 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm sowie eine Baubreite von 22,2 mm auf. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese normierten Abmessungen ermöglichen den direkten Einbau in entsprechende Gehäusebohrungen im klassischen Vorrichtungs- und Maschinenbau.
Der Zusatz C3 kennzeichnet eine über der Standardluft liegende Radiallagerluft. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen wirkt einem Klemmen des Lagers entgegen, falls sich Welle und Innenring im Betrieb erwärmen und ausdehnen. Auch bei strammen Übermaßpassungen trägt die C3-Ausführung dazu bei, dass nach dem Aufpressen ausreichend Betriebsspiel verbleibt.
Offene Lager besitzen ab Werk keine integrierten Dicht- oder Deckscheiben, wodurch Schmieröl ungehindert an die Laufbahnen gelangt. Diese Bauform empfiehlt sich für geschlossene Getriebegehäuse oder Ölbadlagerungen, bei denen das Schmiermittel zirkuliert. Die Abdichtung gegen Schmutzpartikel und Feuchtigkeit muss in diesem Fall die umgebende Gehäusekonstruktion übernehmen.
Der Käfig besteht aus Polyamid und zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie gute Dämpfungseigenschaften aus. Er führt die Kugelreihen geräuscharm, was Schwingungen im Betrieb reduziert. Das Material bleibt im spezifizierten Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius elastisch und formstabil gegenüber herkömmlichen Industrie-Schmierölen und Wälzlagerfetten.
Der Nenndruckwinkel von 30 Grad bestimmt, unter welchem Winkel die Kontaktkräfte zwischen Kugel und Laufbahn übertragen werden. Durch die Schrägstellung nimmt das Lager neben hohen Radialkräften auch axiale Kräfte in beide Richtungen auf. Gleichzeitig stützt die zweireihige Ausführung auftretende Kippmomente mechanisch steif ab.
Die Toleranzklasse P6 definiert engere Fertigungstoleranzen bezüglich Maß-, Form- und Laufgenauigkeit als die normale Standardklasse. Für den Anwender bedeutet dies einen gleichmäßigeren Rundlauf, verringerte Vibrationen und ein vorhersehbares Betriebsverhalten. Anwendungen mit erhöhtem Anspruch an Führungsgenauigkeit profitieren direkt von dieser reduzierten Lagertoleranz.
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