FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 15 | 3,64 € | 69,25 € |
| 30 | 7,28 € | 65,61 € |
Das zweireihige Schrägkugellager 3306 -BD-XL-C3 von FAG nimmt mit den Maßen 30x72x30,2 mm hohe radiale sowie beidseitige axiale Kräfte auf.
Das Schrägkugellager 3306 -BD-XL-C3 von FAG ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Durch den integrierten Druckwinkel von 30 Grad überträgt diese Baueinheit kombinierte Kräfte über beide Kugelreihen hinweg. Als offenes Wälzlager konzipiert, lässt sich das Bauteil direkt über das umgebende Gehäusesystem mit Schmierstoff versorgen. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm bei Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius.
Die zweireihige Ausführung nimmt neben hohen Radialkräften auch wechselnde Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. Durch die kompakte Gesamtbreite von 30,2 mm benötigt das Lager im Vergleich zu zwei separat montierten Einzellagern weniger axialen Bauraum. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungen mit kombinierten Belastungen, bei denen eine exakte Führung der Welle im Maschinenbau verlangt wird.
Die Ausführung mit leicht erhöhter Radiallagerluft (C3) gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen zwischen Welle und Gehäuse aus. Dies mindert das Risiko von Verspannungen im Wälzkörperkontakt, falls die Welle im Betrieb wärmer läuft als das umgebende Gehäuse. Gleichzeitig sorgt die Fertigung nach Toleranzklasse P6 (entsprechend ABEC 3) für engere Maß- und Lauftoleranzen. Dies begünstigt einen schwingungsarmen Lauf über den vorgesehenen Drehzahlbereich.
Mit einem Innendurchmesser von 30 mm, einem Außendurchmesser von 72 mm und einer Gesamtbreite von 30,2 mm entspricht das Lager standardisierten Einbaumaßen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Umfangsnut ausgeführt. Diese Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in genormte Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht vergrößerte Radialluft im Vergleich zur Normallagerluft. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahn trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen die Lagerringe elastisch aufweiten.
Das Fehlen integrierter Dicht- oder Deckscheiben erlaubt die direkte Einbindung in zentrale Ölumlauf- oder Tauchschmiersysteme. Schmieröl oder Schmierfett aus der Maschinenumgebung kann ungehindert an die Laufbahnen gelangen. Zudem minimiert die offene Konstruktion ohne schleifende Dichtlippen den Reibungswiderstand, erfordert jedoch eine bauseitige Abdichtung des Lagergehäuses gegen Verunreinigungen.
Mit einem Druckwinkel von 30 Grad leitet das zweireihige Lager sowohl radiale als auch beidseitige axiale Kräfte zielgerichtet ab. Der Winkel beschreibt die Neigung der Kraftwirkungslinie zur Radialebene. Diese Geometrie verleiht der gesamten Lagerung eine hohe Steifigkeit gegenüber auftretenden Kippmomenten.
Der zulässige Betriebsbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Der formstabile Stahlblechkäfig sowie der verwendete Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) behalten in diesem thermischen Fenster ihre Festigkeit und Maßstabilität. Bei der Auslegung der Lagerstelle ist auf die temperaturabhängige Eignung des eingesetzten Schmierstoffs zu achten.
Die Toleranzklasse P6 definiert engere Fertigungstoleranzen hinsichtlich Maßhaltigkeit und Rundlaufgenauigkeit als die normale Standardtoleranz. Bauteile dieser Präzisionsstufe laufen schwingungsärmer und führen Wellen mit höherer Rundlaufgenauigkeit. Das begünstigt einen gleichmäßigen Lauf und verringert die dynamische Beanspruchung der Anschlusskonstruktion.
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