NKE
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Das Schrägkugellager MJT2.3/4 von NKE Steyr nimmt bei Maßen von 69,85 x 158,75 x 34,92 mm hohe kombinierte Radial- und Axialkräfte auf.
Das Schrägkugellager MJT2.3/4 ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Durch die schräg versetzten Laufbahnen eignet sich diese Bauform gezielt zur Aufnahme von Radiallasten sowie einseitig wirkenden Axialkräften. Die Ausführung von NKE Steyr verfügt über die Standard-Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Mit normaler Radiallagerluft und einem stabilen Stahlblechkäfig bietet das Lager zuverlässige Laufeigenschaften für drehende Wellen.
Dieses Schrägkugellager kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Radialbelastungen mit einer gerichteten Axialkraft zusammentreffen. Einreihige Schrägkugellager übertragen Axialkräfte konstruktionsbedingt in einer Richtung entlang der Drucklinie. Typische Einsatzbereiche finden sich in Wellenlagerungen mit einseitiger Axialbeanspruchung. Für wechselnde axiale Belastungsrichtungen lässt sich das Bauteil in der Konstruktion mit einem zweiten Schrägkugellager gegenstellen, sodass beide Lastrichtungen aufgenommen werden.
Der Druckwinkel von 35 Grad bestimmt die Richtung der Kraftübertragung zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im Lagerring. Ein 35-Grad-Winkel erlaubt die Aufnahme hoher Axiallasten bei stabiler radialer Abstützung. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, lässt sich das Schmiermittel individuell auf die jeweilige Umgebung abstimmen. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 69,85 mm, einen Außendurchmesser von 158,75 mm sowie eine Breite von 34,92 mm. Diese Maße erfordern bei der Konstruktion eine abgestimmte Wellen- und Gehäusepassung ohne Flansch oder Nut am Außenring.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten von Kugel und Laufbahn gegenüber der Radialebene. Ein Winkel von 35 Grad verleiht dem Schrägkugellager eine hohe axiale Belastbarkeit in einer Richtung. Dadurch stützt das Bauteil axiale Schubkräfte aus Antriebssträngen mechanisch wirksam ab.
Als offene Ausführung besitzt dieses Schrägkugellager keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Die Schmierung kann wahlweise mit Schmieröl oder Schmierfett erfolgen, passend zu den Betriebsbedingungen der Anlage. Das Gehäuse der Anwendung muss dabei über externe Wellendichtringe verfügen, um Schmierstoffverluste und eindringenden Schmutz zu verhindern.
Der eingebaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper mit gleichmäßigem Abstand zueinander und verhindert ein gegenseitiges Berühren der Kugeln. Er kombiniert ein geringes Eigengewicht mit hoher Festigkeit gegenüber Schwingungen. Zudem lässt die offene Käfigform ausreichend Raum für eine ungehinderte Zirkulation des Schmiermittels im Lagerinnenraum.
Das Bauteil aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 ist für einen thermischen Einsatzbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieser Grenzen behalten Ringe, Kugeln und der Stahlblechkäfig ihre Formstabilität. Bei der Inbetriebnahme sollte der gewählte Schmierstoff denselben thermischen Arbeitsbereich im Betrieb abdecken.
Die Kennzeichnung P0 beziehungsweise PN und ABEC 1 steht für die Normaltoleranz bei Wälzlagern hinsichtlich Rundlauf und Maßhaltigkeit. In Verbindung mit der normalen Radiallagerluft eignet sich das Lager für übliche industrielle Einbausituationen ohne extreme Drehzahlvorgaben oder außergewöhnliche thermische Ausdehnungen der Welle.
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