NKE
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Das einreihige Schrägkugellager MJT2.1/4 von NKE Steyr mit 57,15 mm Bohrung und 35-Grad-Druckwinkel nimmt radiale sowie einseitig axiale Lasten auf.
Das Schrägkugellager MJT2.1/4 von NKE Steyr ist ein einreihiges, offenes Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit normaler Radiallagerluft. Dank seiner Laufbahngeometrie überträgt dieses Lager radiale Kräfte sowie einseitig wirkende Axialkräfte gezielt über die Wälzkörper. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und gefertigt in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1), eignet sich das Bauteil für definierte Wellenlagerungen. Die offene Bauform ermöglicht eine direkte Schmierung im Betriebsumfeld über den Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius.
Dieses einreihige Schrägkugellager findet überall dort Verwendung, wo kombinierte Belastungen aus einer festen axialen Richtung und radialer Richtung auf die Welle einwirken. Durch die zölligen Anschlussmaße mit 57,15 mm Bohrung, 127 mm Außendurchmesser und 31,75 mm Breite passt das Lager in Konstruktionen nach imperialem Standard. Da einreihige Lager Axialkräfte nur in einer Richtung aufnehmen, kombinieren Konstrukteure dieses Modell in der Praxis häufig mit einem gegenläufig montierten Gegenlager auf derselben Welle.
Der Druckwinkel von 35 Grad bestimmt das Verhältnis zwischen radialer und axialer Tragfähigkeit des Lagers. Eine höhere Winkelstellung begünstigt die Aufnahme von Axialkräften, da die Kraftübertragung zwischen Innen- und Außenring schräg zur Radialebene erfolgt. Da es sich um ein ungedichtetes Lager handelt, integrieren Sie externe Dichtungen im Gehäuse, um das Schmiermittel zu halten und Schmutz fernzuhalten. Prüfen Sie vor dem Einbau die Montagerichtung, damit die axiale Hauptlast über die belastbare Bundseite des Außenrings abgestützt wird.
Dieses zöllige Lager besitzt eine Bohrung von 57,15 mm, einen Außendurchmesser von 127 mm und eine Baubreite von 31,75 mm. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch ausgeführt. Anhand dieser festen Hauptabmessungen stimmen Sie die Sitze auf der Welle sowie im Gehäuse exakt auf die Bauteilgeometrie ab.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten der Wälzkörper auf den Laufbahnen gegenüber der Radialebene. Ein Winkel von 35 Grad ist für die Übertragung einseitig wirkender Axialkräfte in Kombination mit Radialkräften ausgelegt. Die Kräfte werden dadurch unter diesem definierten Winkel vom Innenring auf den Außenring geleitet.
Das Lager deckt dank der Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und dem integrierten Stahlblechkäfig einen Einsatzbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab. Da keine elastischen Berührungsdichtungen verbaut sind, bestimmt primär das gewählte Schmiermittel (Schmierfett oder Schmieröl) die tatsächliche thermische Einsatzgrenze innerhalb dieser zulässigen Bandbreite.
Die offene Konstruktion ohne integrierte Dicht- oder Deckscheiben ermöglicht eine flexible Schmierstoffversorgung über externe Schmiersysteme wie Ölumlauf, Ölbad oder Gehäusefettfüllungen. Zudem minimiert das Fehlen schleifender Dichtlippen den mechanischen Reibungswiderstand. Um Verunreinigungen zu vermeiden, ist eine bauseitige Gehäuseabdichtung vorzusehen.
Das Bauteil ist nach Toleranzklasse P0/PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Dies stellt die standardmäßige Normaltoleranz für Industrie-Wälzlager dar. Sie definiert genaue Grenzmaße für Bohrungs-, Außen- und Breitenabmaße sowie Rundlaufgenauigkeiten und ermöglicht den Einbau in standardisierte Lagersitze.
Ein einreihiges Lager nimmt Axialkräfte ausschließlich in einer Richtung auf. In der Regel erfolgt der Einbau daher gepaart mit einem zweiten Lager in O- oder X-Anordnung, um auch entgegengesetzte Axialkräfte abzufangen oder das Lager definiert anzustellen. Achten Sie bei der Montage strikt auf die Ausrichtung der hohen Schulter des Innen- bzw. Außenrings.
NKE AUSTRIA GmbH
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