SKF
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Zweireihiges Schrägkugellager 3313 A-2Z/C3MT33 von SKF mit 65 mm Bohrung, 140 mm Außendurchmesser, C3-Lagerluft und beidseitigen Deckscheiben für kombinierte Lasten.
Das Schrägkugellager 3313 A-2Z/C3MT33 ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einem Druckwinkel von 30 Grad. Die Konstruktion nimmt gleichzeitig hohe Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Durch den Stahlblechkäfig und die erhöhte Lagerluft C3 eignet sich dieses Lager für industrielle Einsatzfälle, bei denen betriebsbedingte Erwärmungen auftreten oder Passungen das Betriebsspiel verengen.
Diese zweireihige Ausführung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo steife Wellenführungen gefordert sind und Kippmomente auftreten. Typische Einsatzbereiche sind industrielle Wellenlagerungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen. Da der Druckwinkel 30 Grad beträgt, stützt das Wälzlager beidseitige Schubbelastungen ab. Im Vergleich zu zwei separat gepaarten einreihigen Lagern benötigt diese Bauform mit 58,7 mm Breite einen geringeren axialen Einbauraum auf der Welle.
Die Nachsetzzeichen beschreiben wichtige Konstruktionsdetails für die Konstruktion oder Instandhaltung. Die Kennzeichnung 2Z steht für beidseitig montierte Blechdeckscheiben, die groben Schmutz abhalten und das Schmiermittel im Inneren halten. Das Kürzel C3 weist auf eine vergrößerte radiale Lagerluft hin, wodurch Verspannungen bei thermischer Ausdehnung der Welle vermieden werden. Zudem erfüllt das Lager die Toleranzklasse P6 (ABEC 3) für engere Fertigungstoleranzen bei Maß- und Rundlaufgenauigkeit.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 65 mm, einen Außendurchmesser von 140 mm und eine Breite von 58,7 mm auf. Der Außenring besitzt weder Flansch noch Ringnut. Vor dem Einbau sollten der Wellen- und der Gehäusesitz auf Übereinstimmung mit diesen Anschlussmaßen geprüft werden.
Durch die zweireihige Ausführung mit einem Druckwinkel von 30 Grad nimmt dieses Wälzlager hohe Radialkräfte sowie Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. Die interne Geometrie entspricht funktionell zwei gegeneinander angestellten einreihigen Lagern, wodurch sich auch auftretende Kippmomente wirksam abstützen lassen.
Die Angabe C3 bedeutet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese Reserve trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn feste Passungen die Innenringe dehnen oder im Betrieb Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring entstehen. Das Lager behält dadurch seinen leichten Lauf.
Die Kennzeichnung 2Z bezeichnet berührungsfreie Deckscheiben aus Blech auf beiden Stirnseiten des Lagers. Diese Scheiben schützen den Innenraum vor dem Eindringen von Staub sowie Feststoffpartikeln und halten die werkseitige Schmierfettfüllung zurück, ohne im Vergleich zu schleifenden Dichtungen zusätzliche Reibungswärme zu erzeugen.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich für dieses Wälzlager liegt zwischen -30 und +110 Grad Celsius. Sowohl die Werkstoffpaarung aus 100Cr6-Wälzlagerstahl und Stahlblechkäfig als auch die Fettfüllung sind für diesen Bereich ausgelegt. Bei Anwendungen nahe den Grenzwerten sollten thermische Einflüsse auf die Bauteilpassungen beachtet werden.
Die Toleranzklasse P6 entspricht der Einstufung ABEC 3 und kennzeichnet eine gegenüber der Normaltoleranz feinere Fertigungspräzision. Sie definiert engere Maß-, Form- und Rundlauftoleranzen für Außen- und Innenring, was zu höherer Führungsgenauigkeit und einem ruhigen Lauf der Welle beiträgt.
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