SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3202 ATN9 von SKF (15x35x15,9 mm) nimmt radiale und beidseitig axiale Kräfte bei erhöhter P6-Präzision auf.
Das Schrägkugellager 3202 ATN9 ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 15 mm, einem Außendurchmesser von 35 mm und einer Breite von 15,9 mm. Die Konstruktion entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, benötigt jedoch weniger axialen Bauraum. Mit einem Druckwinkel von 30 Grad überträgt das Bauteil kombinierte Kräfte in beide Richtungen. Das offene Lager ist für Systeme mit externer Schmierstoffversorgung ausgelegt.
Konstruktionen mit gleichzeitig wirkenden Radial- und Axialbelastungen nutzen die zweireihige Bauform des Schrägkugellagers 3202 ATN9. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungen mit kombinierten Lasten bei begrenztem axialem Bauraum. Da die Kugelreihen im 30-Grad-Druckwinkel angeordnet sind, stützt das Bauteil auch auftretende Kippmomente ab. Voraussetzung für den Einsatz ist ein sauberes Gehäuseumfeld, da die offene Ausführung keinen integrierten Dichtungsschutz besitzt.
Das Nachsetzzeichen ATN9 kennzeichnet einen Käfig aus Polyamid, der für geringe bewegte Massen und einen leisen Lauf sorgt. Er ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Zusammen mit der erhöhten Genauigkeit nach Toleranzklasse P6 (ABEC 3) läuft dieses Wälzlager maßhaltig und vibrationsarm. Vor der Montage ist zu prüfen, ob die normale Radiallagerluft zu den gewählten Passungen passt, und eine regelmäßige Schmierstoffzufuhr vorzusehen.
Mit einer Bohrung von 15 mm, einem Außendurchmesser von 35 mm sowie einer Breite von 15,9 mm besitzt dieses Modell genormte Hauptabmessungen. Durch den zweireihigen Aufbau beansprucht es weniger axialen Bauraum als zwei nebeneinander montierte einreihige Lager. Diese Maße erlauben die Aufnahme kombinierter Kräfte auf engem Raum.
Die Kennzeichnung ATN9 steht bei SKF für einen Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff reduziert die bewegte Masse der Kugelbegrenzung und ermöglicht einen leisen Lauf des Lagers. Der zulässige Temperatureinsatzbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad. Der Polyamidkäfig führt die Wälzkörper beider Kugelreihen im definierten Abstand.
Dieses zweireihige Wälzlager stützt gleichzeitig Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen ab. Die beiden Kugelreihen wirken unter einem Druckwinkel von 30 Grad schräg zur Radialebene. Dadurch eignet sich die Anordnung auch für die Abstützung von Kippmomenten, wie sie etwa bei kurzen Stützabständen auftreten können.
Lager der Toleranzklasse P6 beziehungsweise ABEC 3 weisen gegenüber der Normaltoleranz engere Toleranzfelder bei Maß- und Laufgenauigkeit auf. Dies führt zu einem gleichmäßigen Rundlauf und verringert Vibrationen bei höheren Drehzahlen. Sie wählen diese Präzisionsausführung gezielt, wenn Lagersitze auf der Welle und im Gehäuse entsprechend fein toleriert sind.
Da es sich um ein offenes Lager ohne Dichtscheiben handelt, ist eine Schmierstoffversorgung über die Einbauumgebung zwingend erforderlich. Sie können je nach Einsatzfall und Drehzahl geeignete Schmieröle oder Wälzlagerfette verwenden. Gleichzeitig muss die Lagerstelle im Gehäuse gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit konstruktiv abgedichtet werden.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das vorgegebene interne Spiel zwischen Innenring, Außenring und den Wälzkörpern vor dem Einbau. Sie ist auf übliche Passungen und moderate Betriebstemperaturen abgestimmt. Nach dem Aufpressen auf den Wellensitz verringert sich dieses Lagerspiel, sodass das Lager im Betrieb eine gleichmäßige Lastverteilung erreicht.
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