NKE
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Zweireihiges Schrägkugellager 3219 -M von NKE Steyr mit Messingkäfig (95x170x55,6 mm) für kombinierte Radial- und Axialbelastungen in beiden Richtungen.
Das Schrägkugellager 3219 -M ist ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit den Hauptabmessungen 95 mm Innen- und 170 mm Außendurchmesser bei 55,6 mm Breite. Durch die zweireihige Anordnung nimmt diese Konstruktion neben Radialkräften auch Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. Als offenes Lager ausgelegt, fügt sich das Bauteil flexibel in zentralgeschmierte oder ölversorgte Maschinengehäuse ein und eignet sich für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad.
Lager dieser Bauform kommen vor allem in Antriebs- und Getriebeeinheiten zum Einsatz, an denen Wellen axial spielfrei und stabil geführt werden müssen. Durch den Druckwinkel von 35 Grad meistert das Lager erhebliche Kippmomente sowie wechselnde Schubkräfte. Maschinenbauer nutzen die kompakte Einheit, wenn der vorhandene Bauraum für zwei gepaarte Einzellager zu schmal ausfällt, die Steifigkeit der Welle jedoch voll erhalten bleiben soll.
Das Nachsetzzeichen -M kennzeichnet den Messingkäfig, der die Wälzkörper führt und selbst bei thermischen Spitzen bis +150 Grad seine mechanische Festigkeit behält. Im Vergleich zu Standard-Blechkäfigen widersteht der Werkstoff Messing starken Schwingungen und Schmierstoffzusätzen besonders gut. Achten Sie bei der Montage der offenen Ausführung auf ein sauberes Umfeld sowie die passende Zufuhr von Schmierfett oder Getriebeöl, da das Lager über keine integrierten Dichtscheiben verfügt.
Mit 95 mm Innendurchmesser, 170 mm Außendurchmesser sowie einer Baubreite von 55,6 mm entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut, wodurch er bündig in zylindrische Gehäusebohrungen eingepasst werden kann.
Das Nachsetzzeichen -M verweist auf die Ausführung mit Messingkäfig. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit, gute Notlaufeigenschaften und ausgeprägte Beständigkeit gegenüber Schwingungen aus. Dadurch eignet sich das Lager für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit wechselnden Drehmomenten.
Der Nenndruckwinkel bestimmt, in welchem Winkel die Kontaktkräfte zwischen Laufbahn und Kugel übertragen werden. Ein Winkel von 35 Grad verleiht dem zweireihigen Lager eine ausgeprägte axiale Belastbarkeit. Es kann dadurch axiale Führungskräfte in beide Richtungen aufnehmen und stützt Wellen wirksam gegen Kippen ab.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Die Lagerung muss vor Ort über die umgebende Gehäusekonstruktion vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden. Die offene Bauart ermöglicht den ungehinderten Durchfluss von externen Schmierstoffen wie Getriebeöl oder Fließfett.
Das Bauteil ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die Formstabilität des verwendeten Wälzlagerstahls 100Cr6 und der temperaturfeste Messingkäfig tragen auch bei erhöhter Betriebswärme zum Erhalt der Funktion bei, sofern der eingesetzte Schmierstoff für diese thermischen Bedingungen ausgelegt ist.
Das Lager entspricht der normalen Toleranzklasse P0 (äquivalent zu PN oder ABEC 1) und besitzt eine normale Radiallagerluft. Diese Standardausführung deckt die typischen Passungsauslegungen des allgemeinen Maschinenbaus ab, ohne dass Sonderanpassungen bei den Wellen- oder Gehäusesitzen notwendig sind.
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