KOYO
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Das zweireihige Schrägkugellager 3306 von JTEKT-KOYO nimmt mit den Maßen 30x72x30,2 mm beidseitig kombinierte Radial- und Axialkräfte auf.
Beim Schrägkugellager 3306 handelt es sich um ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einem Druckwinkel von 30 Grad. Die Konstruktion stützt gleichzeitige Radial- und Axialkräfte in beiden Richtungen ab. Als offenes Wälzlager ohne Dichtscheiben ist diese Ausführung von JTEKT-KOYO für Gehäusekonstruktionen mit vorhandener Schmierstoffversorgung vorgesehen. Mit 30 mm Innen- und 72 mm Außendurchmesser sowie einer Breite von 30,2 mm dient das Bauteil als einbaufertige Einheit für kompakte Lagerstellen.
Konstruktionen mit beidseitig wirkenden Axialkräften und hohen Radiallasten nutzen das zweireihige Schrägkugellager 3306, da zwei getrennte Einzellager mehr axialen Bauraum erfordern würden. Typische Einsatzfelder finden sich in kompakten Wellenlagerungen, bei denen Kippmomente und axiale Richtungsumkehrungen auftreten. Durch den Druckwinkel von 30 Grad stützt die zweireihige Geometrie schräg einwirkende Belastungen ab und führt Wellen axial spielfrei bei entsprechender betrieblicher Vorlast.
Die offene Bauart ohne integrierte Dichtung verlangt eine saubere Gehäuseumgebung sowie eine externe Schmierung mit Öl oder Schmierfett. Da dieses Lager mit normaler Radiallagerluft gefertigt ist, eignet es sich für Standardpassungen ohne extreme Temperatureinflüsse. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper stabil über den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob die Passungen auf der Welle und im zylindrischen Gehäuse ohne Flansch genau auf die 30 mm Bohrung abgestimmt sind.
Mit einer Bohrung von 30 mm, einem Außendurchmesser von 72 mm und einer Gesamtbreite von 30,2 mm entspricht das Schrägkugellager 3306 standardisierten Abmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut. Durch diese Maße passt das Bauteil in standardisierte Lagergehäuse und ersetzt baugleiche zweireihige Ausführungen.
Der Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie, entlang der die Wälzkörper die Kräfte zwischen Innen- und Außenring übertragen. Ein 30-Grad-Winkel ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung hoher radialer und beidseitig axialer Kräfte. Die beiden Kugelreihen stützen die Belastungen schräg zur Wellenachse ab und verringern elastische Verformungen bei wechselnder Axialbelastung.
Offene Wälzlager ohne Dicht- oder Deckscheiben ermöglichen den ungehinderten Schmierstoffzutritt bei Umlauf- oder Tauchschmierung im Gehäuse. Diese Bauweise reduziert das Reibmoment im Vergleich zu berührend dichtenden Varianten. Die umliegende Gehäusekonstruktion muss bei offenen Lagern das Eindringen von Schmutz und den Austritt des Schmiermittels über externe Dichtungen verhindern.
Normale Radiallagerluft beschreibt das standardmäßige innere Spiel zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen im nicht eingebauten Zustand. Nach dem Aufpressen auf den Wellensitz verringert sich dieses radiale Spiel durch die elastische Aufweitung des Innenrings. Diese Ausführung ist für übliche Passungen und reguläre Betriebstemperaturen ohne außergewöhnliche Erwärmung ausgelegt.
Der Stahlblechkäfig widersteht Einsatztemperaturen im definierten Bereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Er führt die beiden Kugelreihen vibrationsarm und bleibt formstabil gegenüber gängigen Industrieölen und Fetten. Gegenüber Kunststoffkäfigen verträgt die Ausführung aus Stahlblech höhere thermische Spitzen, ohne an Festigkeit zu verlieren.
Sowohl die Lagerringe als auch die Kugeln sind aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Verschleißbeständigkeit und Gefügehomogenität im Wälzkontakt aus. Für den laufenden Betrieb muss das Material durch geeignete Schmierstoffe vor korrosiven Medien und Feuchtigkeit geschützt werden.