NACHI
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Das zweireihige Schrägkugellager 5312 von NACHI (60x130x54 mm) nimmt radiale sowie beidseitig axiale Belastungen in kompakter Einbauweise auf.
Das Schrägkugellager 5312 ist ein offenes, zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Der Aufbau entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, benötigt axial jedoch weniger Bauraum. Mit einer Bohrung von 60 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm sowie einer Breite von 54 mm nimmt das Lager kombinierte Lasten auf. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper stabil über einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius.
Dieses Wälzlager eignet sich für anspruchsvolle Wellenlagerungen im Maschinen- und Anlagenbau, an denen hohe Radialkräfte sowie beidseitig wirkende Axialkräfte gleichzeitig auftreten. Durch die zweireihige Konstruktion widersteht die Einheit auch auftretenden Kippmomenten wirkungsvoll. Konstrukteure nutzen die offene Variante vor allem in geschlossenen Gehäusen, in denen das lagerinterne Schmiersystem aus Öl oder Getriebefett eine kontinuierliche Schmierung übernimmt.
Die Ausführung ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt den ungehinderten Schmierstoffzutritt, verlangt im Gegenzug eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzpartikel und Feuchtigkeit. Die gefertigte Standard-Toleranzklasse P0 (entspricht ABEC 1) in Verbindung mit normaler Radiallagerluft deckt klassische Einpassungen im Maschinenbau ab. Bei der Konstruktion ist darauf zu achten, dass die gewählte Schmierstoffviskosität für den Betriebsbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt ist.
Die Hauptabmessungen betragen 60 mm Innendurchmesser, 130 mm Außendurchmesser und 54 mm Baubreite. Die Konstruktion weist einen zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut auf.
Aufgrund der schräg gegeneinander angeordneten Laufbahnen überträgt diese Bauart neben hohen Radialkräften auch Axialkräfte in beiden Richtungen. Zudem stützt die Konstruktion moderate Kippmomente an der Welle ab.
Offene Lager besitzen weder Dicht- noch Deckscheiben, wodurch das Schmiermittel der übergeordneten Baugruppe ungehindert die Laufbahnen spülen kann. Dadurch entstehen geringere Reibungsverluste als bei schleifenden Berührungsdichtungen.
Das Lager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit Stahlblechkäfig ist für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad Celsius ausgelegt. Das tatsächlich nutzbare Temperaturspektrum wird maßgeblich durch den verwendeten Schmierstoff bestimmt.
Der Stahlblechkäfig trennt die Kugeln gleichmäßig voneinander, verhindert deren gegenseitige Berührung und führt die Wälzkörper präzise in den Laufbahnen. Er zeichnet sich durch Temperaturunempfindlichkeit und geringes Gewicht aus.
Die Klasse P0 entspricht der internationalen Normaltoleranz für Maß-, Form- und Laufgenauigkeit von Wälzlagern. Sie definiert standardisierte Anschlussmaße für übliche Wellen- und Gehäusepassungen im industriellen Einsatz.
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