SKF
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Das Schrägkugellager 3317 A von SKF nimmt als zweireihiges Lager mit 85x180x73 mm hohe Radiallasten und beidseitige Axialkräfte auf.
Das zweireihige Schrägkugellager 3317 A von SKF ist ein offenes Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Mit einer Bohrung von 85 mm, einem Außendurchmesser von 180 mm sowie einer Breite von 73 mm nimmt die Konstruktion gleichzeitig hohe Radialkräfte und Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung als Explorer-Lager besitzt einen Stahlblechkäfig und ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt.
Dieses zweireihige Schrägkugellager eignet sich vor allem für Lagerungsstellen, an denen hohe radiale Kräfte mit beidseitig wirkenden Axialbelastungen zusammentreffen. Durch die innere Konstruktion mit zwei Kugelreihen entspricht die Funktion zwei gegeneinander angestellten einreihigen Lagern, benötigt jedoch weniger axialen Bauraum. Typische Einsatzfelder finden sich bei Wellenlagerungen im Maschinen- und Anlagenbau mit kombinierten Belastungen. Das offene Design ohne Dichtscheiben ermöglicht eine gezielte Schmierung über den vorhandenen Öl- oder Fettkreislauf der Maschine.
Der definierte Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Kraftübertragung zwischen Kugeln und Laufbahnen. Er sorgt für eine hohe axiale Belastbarkeit bei gleichzeitig steifer Lagerführung. Bei diesem Lager kombiniert der Hersteller eine Maßgenauigkeit nach Toleranzklasse P6 mit einer feineren Laufgenauigkeit nach Klasse P5. Dies trägt dazu bei, den Rundlauffehler im Betrieb gering zu halten. Berücksichtigen Sie bei der Montage die normale Radiallagerluft sowie die offene Bauform, die eine bauseitige Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit erfordert.
Mit einem Innendurchmesser von 85 mm, einem Außendurchmesser von 180 mm und einer Gesamtbreite von 73 mm entspricht das Lager standardisierten Einbaumaßen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese Hauptabmessungen ermöglichen den Einbau in vorbereitete Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze.
Ein Druckwinkel von 30 Grad leitet die Kräfte schräg zur Radialebene weiter. Dadurch nimmt das zweireihige Lager Axialkräfte in beide Richtungen wirkungsvoll auf. Gegenüber Ausführungen mit kleineren Winkeln ergibt sich eine höhere axiale Belastbarkeit, was besonders bei Festlagerungen in Getrieben und Antriebseinheiten vorteilhaft ist.
Die Einstufung bedeutet, dass die äußeren Maße den engeren Toleranzen nach Klasse P6 entsprechen, während der Rundlauf der feineren Klasse P5 folgt. Diese Kombination unterstützt einen vibrationsarmen Lauf, reduziert Betriebsgeräusche und eignet sich für präzise geführte Wellen im anspruchsvollen Dauereinsatz.
Offene Wälzlager besitzen ab Werk keine integrierten Dichtungen oder Deckscheiben. Diese Bauart kommt zum Einsatz, wenn die Lagerstelle innerhalb geschlossener Bauräume liegt und direkt über ein internes Ölbad oder Schmiersystem versorgt wird. Für den Schutz vor Schmutzeintrag sind externe Gehäusedichtungen wie Radial-Wellendichtringe vorzusehen.
Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig, ist das Lager für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieser Grenzen bleibt das Gefüge formstabil. Stimmen Sie den eingesetzten Schmierstoff sorgfältig auf die jeweilige Betriebstemperatur der Lagerstelle ab.
Normale Radiallagerluft kennzeichnet das werksseitig eingestellte Radialspiel im nicht montierten Zustand. Dieser Standardwert ist auf übliche Passungswahlen für Welle und Gehäuse sowie normale Betriebstemperaturen abgestimmt. Nach dem Einpressen verringert sich das Spiel durch die elastische Aufweitung auf den vorgesehenen Betriebswert.
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