FAG
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Das zweireihige Schrägkugellager 3203 -BD-XL-TVH-L285-C3 von FAG Wälzlager bietet präzise Führung bei 17x40x17,5 mm mit Polyamidkäfig und P6-Toleranz.
Das Schrägkugellager 3203 -BD-XL-TVH-L285-C3 von FAG Wälzlager ist ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6). Es nimmt Radiallasten sowie Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Durch den Druckwinkel von 30 Grad überträgt das Bauteil axiale Kräfte stabil schräg zur Radialebene. Die Ausführung verfügt über eine zylindrische Bohrung von 17 mm, einen Außendurchmesser von 40 mm sowie eine Breite von 17,5 mm ohne Flansch oder Nut am Außenring.
Dieses Lager eignet sich für Lagerungsstellen, an denen hohe radiale Kräfte mit beidseitig auftretenden Axialkräften zusammentreffen. Die zweireihige Bauweise entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, beansprucht axial jedoch weniger Bauraum. Da es sich um ein offenes Lager handelt, das mit Sonderfett befettet ist, empfiehlt sich der Einsatz in sauberen oder extern gekapselten Umgebungen. Konstruktionen im allgemeinen Maschinenbau nutzen diese Ausführung gern für starre Wellenlagerungen.
Die Ausführung nach Toleranzklasse P6 bzw. ABEC 3 weist engere Maß- und Lauftoleranzen als die Standardklasse auf, was der Rundlaufgenauigkeit zugutekommt. Gleichzeitig besitzt das Lager eine leicht erhöhte Radiallagerluft C3. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen kompensiert thermische Ausdehnungen im laufenden Betrieb oder Verengungen durch feste Passsitze auf der Welle. Der integrierte Polyamidkäfig sorgt für eine gleichmäßige Führung der Wälzkörper und unterstützt einen geräuscharmen Lauf.
Mit einer Bohrung von 17 mm, einem Außendurchmesser von 40 mm und einer Breite von 17,5 mm entspricht dieses Bauteil den Maßen der Reihe 3203. Der Außenring besitzt weder Flansch noch Sicherungsnut. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in entsprechende zylindrische Gehäusebohrungen und auf passende Wellenabschnitte.
Der Zusatz C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung. Dieser zusätzliche innere Spielraum gleicht betriebsbedingte Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring aus. Ebenso wirkt er einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn feste Presspassungen auf Welle oder Gehäuse den Innenring aufweiten oder den Außenring einschnüren.
Ein Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie, entlang der die Wälzkörper die Kräfte zwischen den Laufbahnen übertragen. Durch diese Schrägstellung nimmt das zweireihige Lager Radialkräfte und gleichzeitig erhebliche Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung BD steht konstruktiv für eine optimierte Innengeometrie mit diesem Druckwinkel.
Das Nachsetzzeichen TVH bezeichnet einen Massivkäfig aus Polyamid, der die Wälzkörper auf Abstand hält. Ein solcher Kunststoffkäfig zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht, elastische Eigenschaften und eine dämpfende Wirkung aus. Der Polyamidkäfig fördert dabei einen vibrationsarmen sowie leisen Lauf des Lagers.
Die Kennzeichnung P6 bzw. ABEC 3 definiert eine gesteigerte Genauigkeitsstufe gegenüber Normallagern. Ringe und Laufbahnen weisen geringere Rundlauf- und Breitenabweichungen auf. Dies reduziert Schwingungen im Betrieb, unterstützt eine präzise Führung der rotierenden Welle und trägt zu gleichmäßigen Laufeigenschaften bei höheren Anforderungen bei.
Dieses Lager ist als offene Ausführung konzipiert und mit einem definierten Sonderfett vorbefettet. Da keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben vorhanden sind, muss die Lagerstelle durch die umgebende Konstruktion vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden. Die offene Bauart erlaubt zudem bei Bedarf eine gezielte Schmierstoffzufuhr im System.
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