SKF
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Das Schrägkugellager 7302 BECBP von SKF nimmt mit 15 mm Bohrung und 40-Grad-Druckwinkel einseitig hohe Axialkräfte und Radiallasten auf.
Beim Schrägkugellager 7302 BECBP handelt es sich um ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die schräg gegenüberliegenden Laufbahnen von Innen- und Außenring leitet das Lager kombinierte Lasten gezielt weiter. Mit den Maßen von 15 mm Bohrung, 42 mm Außendurchmesser und 13 mm Breite eignet sich diese Ausführung für präzise Wellenlagerungen im industriellen Maschinenbau sowie in Werkstattanwendungen.
Dieses Lager kommt vorrangig dort zum Einsatz, wo Radialkräfte gemeinsam mit einseitig wirkenden Axialkräften auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in rotierenden Wellensystemen und Getriebestufen mit definierter Lastrichtung. Da ein einzelnes einreihiges Lager axiale Kräfte nur in einer Richtung aufnimmt, montieren Anwender für beidseitige Axialführungen häufig ein zweites Lager in Gegenlage.
Der Druckwinkel von 40 Grad bewirkt eine erhöhte axiale Belastbarkeit gegenüber Lagern mit kleinerem Winkel. Bei einer paarweisen Anstellung in O- oder X-Anordnung weist dieser Lagersatz eine geringe Axialluft auf, was eine exakte Führung unterstützt. Der verbaute Polyamidkäfig führt die Wälzkörper reibungsarm und eignet sich für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, binden Sie die Schmierstoffversorgung und den Schutz vor Schmutz über das Gehäuse ein.
Mit einem Innendurchmesser von 15 mm, einem Außendurchmesser von 42 mm und einer Breite von 13 mm besitzt das Lager genormte Hauptabmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese standardisierten Abmessungen ermöglichen einen direkten Austausch in passenden Gehäusen und auf entsprechenden Wellensitzen.
Der Druckwinkel beschreibt die Linie, entlang der die Kräfte von den Laufbahnen auf die Wälzkörper übertragen werden. Ein Winkel von 40 Grad verleiht dem Schrägkugellager eine hohe axiale Tragfähigkeit in einer Lastrichtung. Radial auftretende Kräfte nimmt die Konstruktion gleichzeitig auf.
Offene Wälzlager besitzen keine herstellerseitigen Dichtscheiben. Sie laufen direkt im Schmierkreislauf des Gesamtsystems, beispielsweise in geschlossenen Ölbad- oder Getriebegehäusen. Um Verunreinigungen fernzuhalten und den Schmierstoff im System zu halten, übernimmt die umgebende Gehäusekonstruktion die notwendige Abdichtung.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Maßgeblich für diese Begrenzung ist unter anderem der eingesetzte Käfig aus Polyamid sowie der Wälzlagerstahl 100Cr6. Innerhalb dieses thermischen Fensters arbeitet der Käfig formstabil und führt die Kugeln gleichmäßig in den Laufbahnen.
Bei der Anordnung zweier Lager als Satz entsteht konstruktionsbedingt eine geringe Axialluft. Eine O-Anordnung bietet eine breitere Stützbasis und nimmt Kippmomente steifer auf, während eine X-Anordnung toleranter gegenüber kleineren Fluchtungsfehlern ist. Die Ausrichtung muss stets passend zur Richtung der auftretenden Axialkräfte erfolgen.
Mit der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 entspricht das Modell den gängigen Standard-Toleranzen. Diese Genauigkeitsklasse reicht für den Großteil aller industriellen Antriebslagerungen und Serienanwendungen vollständig aus und ermöglicht eine kalkulierbare Passungsanforderung für Welle und Lagergehäuse.
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