SKF
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Das Schrägkugellager 3212 A-2Z/MT33 von SKF bietet mit 60x110x36,5 mm zweireihige Tragfähigkeit für kombinierte Radial- und Axialkräfte.
Dieses zweireihige Schrägkugellager 3212 A-2Z/MT33 verbindet eine kompakte Bauform mit hoher Belastbarkeit. Durch zwei Kugelreihen und den definierten Druckwinkel nimmt das Bauteil radiale Kräfte sowie axiale Kräfte aus beiden Richtungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und geführt durch einen stabilen Stahlblechkäfig, arbeitet das Wälzlager in einem Temperaturbereich von -30 bis +110 Grad. Beidseitige Blechdeckscheiben schützen das Innere vor Schmutzpartikeln.
Das zweireihige Lager bewährt sich vor allem dort, wo bei begrenztem axialem Bauraum gleichzeitige Radial- und beidseitige Axialbelastungen auftreten. Durch die zweireihige Ausführung ersetzt es oft zwei gepaarte einreihige Schrägkugellager. Konstruktionen mit beidseitigen Führungskräften nutzen diese platzsparende Geometrie, um Wellen mit 60 mm Durchmesser zu lagern und Kippmomente stabil abzustützen. Der glatte Außenring ohne Nut erleichtert dabei den direkten Gehäuseeinbau.
Der Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Kraftübertragung zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen. Er sorgt für eine ausgewogene Verteilung von Radial- und Axialkräften im Betrieb. Die Fertigung nach Toleranzklasse P6 (ABEC 3) bietet zudem eine engere Lauf- und Maßgenauigkeit als der Normalstandard, was Vibrationen und Wärmeentwicklung verringert. Zusammen mit der normalen Radiallagerluft eignet sich das Lager für präzise geführte Wellen ohne thermische Extremdehnungen.
Die Hauptabmessungen betragen 60 mm Innendurchmesser (Bohrung), 110 mm Außendurchmesser und 36,5 mm Baubreite. Damit entspricht dieses Lager den genormten Hauptmaßen der Baureihe 3212 und lässt sich maßgenau in entsprechende Gehäuse- und Wellensitze einpassen.
Das Nachsetzzeichen 2Z steht für beidseitig angebrachte Deckscheiben aus Stahlblech. Diese Scheiben bilden einen berührungsfreien Schutzspalt, der das Eindringen von grobem Staub und Schmutz verringert. Da kein Dichtlippenkontakt besteht, läuft das Lager reibungsarm und ohne zusätzliche Erwärmung an den Dichtstellen.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten von Kugel und Laufbahn zur Radialebene. Bei einem Winkel von 30 Grad kann das Bauteil beachtliche axiale Führungskräfte in beide Richtungen aufnehmen, ohne seine Fähigkeit zur Aufnahme hoher Radialkräfte einzubüßen.
P6 bezeichnet eine erhöhte Genauigkeitsklasse, vergleichbar mit der Norm ABEC 3. Die zulässigen Abweichungen für Bohrung, Außendurchmesser und Rundlauf sind gegenüber dem Normalstandard enger gefasst. Dies unterstützt eine präzise Führung der Welle bei höheren Anforderungen an die Rundlaufgenauigkeit.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -30 und +110 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig und die metallischen Deckscheiben sind auf diese Betriebsspanne ausgelegt, was den Einsatz in gängigen Industrieanwendungen ermöglicht.
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