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Das Schrägkugellager LJT7/8 von NKE Steyr mit 22,225 mm Bohrung kombiniert radiale Tragfähigkeit mit einseitig hoher axialer Lastaufnahme.
Das Schrägkugellager LJT7/8 ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit normaler Radiallagerluft. Es besitzt eine Bohrung von 22,225 mm, einen Außendurchmesser von 50,8 mm und eine Breite von 14,286 mm. Durch die spezifische Anordnung der Laufbahnen nimmt dieses offene Lager radiale Kräfte sowie einseitig gerichtete Axialbelastungen auf. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig zwischen Innen- und Außenring. Die Abmessungen dieser zölligen Baureihe ermöglichen den passgenauen Einbau in bestehende Maschinenkonstruktionen.
Haupteinsatzbereiche finden sich in Lagerungsanordnungen mit kombinierten Belastungen aus radialen und axialen Kräften. Typische Anwendungsfelder sind Getriebewellen oder rotierende Maschinenteile, die eine präzise Führung verlangen. Da einreihige Schrägkugellager Axialkräfte ausschließlich aus einer Richtung aufnehmen, erfolgt die Montage im System üblicherweise im Verbund mit einem gegenangestellten zweiten Lager. Diese Anordnung ermöglicht eine exakte axiale Fixierung der Welle und unterstützt den stabilen Lauf der Konstruktion.
Der Nenndruckwinkel von 35 Grad beeinflusst direkt die Kraftübertragung im Schrägkugellager LJT7/8. Dieser Winkel ist gezielt auf die Aufnahme hoher Axialkräfte ausgelegt, während die radiale Lastaufnahme konstruktionsbedingt anteilig geringer ausfällt. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, erfordert die Lagerstelle eine bauseitige Schmierstoffversorgung sowie Schutz vor eindringenden Fremdpartikeln. Zu berücksichtigen sind bei der Auslegung der zulässige Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad sowie die Fertigung nach Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Mit einer Bohrung von 22,225 mm, einem Außendurchmesser von 50,8 mm und einer Breite von 14,286 mm entspricht die Ausführung den klassischen zölligen Normmaßen mit 7/8 Zoll Innendurchmesser. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 gewährleistet definierte Passungen für genormte Lagersitze.
Einreihige Schrägkugellager nehmen Radialkräfte sowie Axialkräfte in einer Richtung auf. Durch die schräg zueinander liegenden Laufbahnen wird die Belastung unter dem definierten Kontaktwinkel von 35 Grad weitergeleitet. Für wechselnde oder beidseitige Axialkräfte montieren Fachkräfte üblicherweise zwei Schrägkugellager spiegelbildlich gegeneinander in O- oder X-Anordnung.
Der Winkel von 35 Grad beschreibt die Neigung der Wirkungslinie der Kontaktkräfte gegenüber der Radialebene. Diese Geometrie verleiht dem Lager eine ausgeprägte axiale Tragfähigkeit in einer definierten Richtung. Entsprechend eignet sich diese Ausführung für Wellen, bei denen deutliche Längskräfte aufgenommen werden müssen.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dichtscheiben. Beim Einbau in die Baugruppe erfordert die Lagerstelle daher eine geeignete Schmierstoffversorgung mit Schmierfett oder Schmieröl. Gleichzeitig müssen externe Gehäusedichtungen vorgesehen werden, um das Eindringen von Schmutz und den Verlust des Schmiermittels zu verhindern.
Der zulässige Betriebsbereich erstreckt sich von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Komponenten aus 100Cr6-Wälzlagerstahl und der Käfig aus Stahlblech sind auf dieses thermische Fenster ausgelegt. Im praktischen Einsatz ist sicherzustellen, dass das gewählte Schmiermittel für die jeweiligen Betriebstemperaturen spezifiziert ist.
Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert die direkte Berührung der Kugeln im Betrieb. Gepresstes Stahlblech weist ein geringes Eigengewicht auf und beansprucht wenig Bauraum im Lagerinneren. Dadurch verbleibt ausreichend Freiraum für den Umlauf des Schmierstoffs im Lagergehäuse.
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