NACHI
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Das Rillenkugellager 63/22 X von NACHI bietet mit 22x56x16 mm eine offene Bauform für vorwiegend radiale Belastungen in öl- oder fettgeschmierten Gehäusen.
Dieses einreihige Rillenkugellager 63/22 X überträgt Radialkräfte auf rotierende Wellen. Als offenes Lager besitzt die Ausführung keine integrierten Dichtscheiben, wodurch Schmierstoffe ungehindert an die Laufbahnen gelangen. Ringe und Wälzkörper bestehen aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6), geführt von einem stabilen Stahlblechkäfig. Mit der Standard-Toleranzklasse P0 (ABEC 1) und normaler Radiallagerluft deckt dieses Wälzlager grundlegende Anforderungen im allgemeinen Maschinenbau ab.
Die Ausführung eignet sich für Lagerstellen mit hoher Radiallast und moderaten Axialkräften in beiden Richtungen, sofern die Gehäusekonstruktion extern abgedichtet ist. Da keine Dichtlippen am Innenring anliegen, läuft die Welle mit geringem Reibungswiderstand. Bei geeigneter Schmierstoffzufuhr über Öl oder Fett ist die Lagerung für einen thermischen Einsatzbereich von -40 bis +120 Grad Celsius ausgelegt.
Die offene Konstruktion ohne Dichtscheiben bietet funktionale Vorteile, wenn Schmieröl direkt aus dem Gehäusesumpf an die Laufbahnen geführt werden soll oder regelmäßiges Nachschmieren vorgesehen ist. Das Schmiermittel kühlt die Kontaktzonen ungehindert und spült Partikel ab. Voraussetzung ist eine saubere, vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützte Umgebung. Liegt kein Gehäuseschutz vor, sind geschlossene Lagerbauarten vorzuziehen, um Verunreinigungen von den Laufbahnen fernzuhalten.
Mit einer Bohrung von 22 mm, einem Außendurchmesser von 56 mm und einer Breite von 16 mm besitzt das Lager standardisierte Abmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut, was einen bündigen Einbau in entsprechende Gehäusebohrungen ermöglicht.
Diese Angabe bezeichnet das werksseitige Radialspiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen im unverbauten Zustand. Es dient dazu, dass sich das Lager nach dem Fügen auf Welle und Gehäuse unter Betriebstemperatur frei drehen kann, ohne durch Passungsüberdeckung zu klemmen.
Der Käfig aus gepresstem Stahlblech führt die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert den direkten Kontakt der Kugeln untereinander. Durch sein geringes Gewicht erzeugt er wenig Trägheit und bleibt über den Temperaturbereich von -40 bis +120 Grad Celsius formstabil sowie schmierstoffbeständig.
Die Fertigung erfolgt nach Toleranzklasse P0, was den Kennzeichnungen PN und ABEC 1 entspricht. Diese Normaltoleranz definiert die zulässigen Maß- und Rundlaufabweichungen für industrielle Standardanwendungen und orientiert sich an üblichen Fertigungsgenauigkeiten von Wellen und Gehäusen im Maschinenbau.
Die offene Ausführung ohne schleifende Dichtungen ermöglicht einen reibungsarmen Lauf mit geringem Drehmoment. Zudem erlaubt die offene Bauweise eine direkte Schmiermittelversorgung über das Gehäuse, etwa durch ein Ölbad oder eine Umlaufschmierung. Sie erfordert jedoch saubere Umgebungsbedingungen oder externe Gehäusedichtungen.
Für den Betrieb ist ein Temperaturbereich von -40 bis +120 Grad Celsius ausgewiesen. Die Werkstoffeigenschaften des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6 sowie des Stahlblechkäfigs bleiben innerhalb dieser Spanne stabil, sofern das eingesetzte Schmierfett oder Schmieröl für die jeweiligen Einsatztemperaturen geeignet ist.
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