SKF
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Das Rillenkugellager 6014 /C4 von SKF bietet mit 70x110x20 mm Maßen und C4-Lagerluft zuverlässigen Lauf bei starker Erwärmung.
Das Rillenkugellager 6014 /C4 ist ein einreihiges Radialkugellager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6, das für radiale Lasten sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen ausgelegt ist. Die Ausführung in SKF Explorer-Qualität verbindet standardisierte Abmessungen mit hoher Werkstoffreinheit des Stahls. Durch die offene Bauweise ohne integrierte Dichtungen eignet sich dieses Lager für Anwendungen mit bauseitiger Schmierstoffversorgung über Schmieröl oder Schmierfett in einem geschlossenen Gehäuseraum.
Konstrukteure wählen diese Ausführung vor allem für Wellenlagerungen, bei denen während des Betriebs ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Innenring und Außenring auftreten. Typische Einsatzbereiche sind Lagerungsanordnungen mit Wärmeeintrag über die rotierende Welle. Das Kugellager nimmt vorwiegend Radialkräfte auf und führt Wellen axial in beide Richtungen. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig über den gesamten zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius.
Das Nachsetzzeichen C4 kennzeichnet eine stark erhöhte Radiallagerluft, die über der Normalspielklasse sowie über der Stufe C3 liegt. Wenn feste Passungen auf der 70-mm-Welle oder betriebsbedingte thermische Ausdehnungen das Betriebsspiel einengen, trägt dieser konstruktive Freiraum dazu bei, ein Verspannen der Wälzkörper zu vermeiden. Zudem führt die Fertigung nach Toleranzklasse P6 beziehungsweise ABEC 3 zu einer verringerten Rundlauf- und Maßabweichung gegenüber der Normaltoleranzklasse, wodurch die Wellenführung präzise erfolgt.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 70 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 20 mm auf. Der zylindrische Außenring besitzt weder Flansch noch Sprengringnut, wodurch sich das Bauteil bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen lässt.
Die Radialluft C4 bietet vor dem Einbau mehr Spielraum als die Standardklasse oder C3. Dies gleicht Maßveränderungen aus, wenn der Innenring durch einen festen Presssitz gedehnt wird oder im laufenden Betrieb stark erwärmt. Auf diese Weise bleibt die erforderliche Beweglichkeit der Kugeln im Betriebszustand erhalten.
Da dieses Wälzlager ohne eigene Dichtscheiben gefertigt ist, muss die Schmierstoffzufuhr über die Gehäusekonstruktion erfolgen. Das Bauteil lässt sich sowohl mit Schmierfetten als auch in Ölbad- oder Ölumlaufanlagen betreiben. Externe Dichtungen am Gehäusedeckel schützen den Innenraum vor eindringenden Partikeln.
Die Klassifizierung nach Toleranzklasse P6 (äquivalent zu ABEC 3) definiert engere Fertigungstoleranzen bezüglich Maßhaltigkeit und Rundlaufgenauigkeit gegenüber der Normaltoleranz. Dies unterstützt ein gleichmäßiges Laufverhalten und eine präzise Wellenführung bei höheren Drehzahlen.
Das Lager ist für eine Einsatztemperatur von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt. Der aus Wälzlagerstahl gefertigte Innen- und Außenring bleibt zusammen mit dem Stahlblechkäfig in dieser thermischen Spanne maßhaltig. Bei der Auswahl des Betriebsschmierstoffs ist darauf zu achten, dass dieser für dieselben Temperaturgrenzen freigegeben ist.
Sowohl die Laufringe als auch die Wälzkörper bestehen aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Der Werkstoff zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit und Ermüdungsbeständigkeit unter rollender Belastung aus. Der geführte Blechkäfig besteht aus Stahlblech und sorgt für gleichmäßige Kugelabstände.
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