FAG
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Das Rillenkugellager 6021 -Z-C3 von FAG ist ein einreihiges Wälzlager mit 105 mm Bohrung, einseitiger Deckscheibe und vergrößerter Lagerluft.
Das Rillenkugellager 6021 -Z-C3 von FAG Wälzlager ist als Radialrillenkugellager für die Aufnahme radialer sowie axialer Kräfte in beiden Richtungen konzipiert. Mit den Hauptabmessungen von 105 mm Innendurchmesser, 160 mm Außendurchmesser und 26 mm Breite nimmt diese Bauform entsprechende Wellendurchmesser im Maschinenbau auf. Als einreihiges Lager verbindet es eine kompakte Bauweise mit einer reibungsarmen Führung der Wälzkörper, wodurch mechanische Antriebe und Wellen gelagert werden.
Dieses einreihige Rillenkugellager kommt vor allem dort zum Einsatz, wo rotierende Wellen mit 105 mm Durchmesser gelagert und kombinierte Radial- sowie Axialkräfte geführt werden. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau bei Antrieben mit entsprechenden Wellenabmessungen. Durch die vergrößerte Lagerluft eignet es sich für Betriebsbedingungen mit Temperaturunterschieden zwischen Innen- und Außenring. Die einseitige Blechabdeckung schützt das Lagerinnere vor grobem Schmutzeintrag.
Die Nachsetzzeichen geben wichtige Hinweise für die Konstruktion. Das Zeichen Z bezeichnet eine einseitig montierte Deckscheibe aus Blech. Diese berührungsfreie Dichtung hält Fremdkörper ab, ohne zusätzliches Reibungsmoment zu erzeugen; die offene Gegenseite erlaubt die Schmierstoffzufuhr aus dem Gehäuse. Das Kürzel C3 steht für vergrößerte Radialluft. Dies trägt dazu bei, ein Verspannen der Wälzkörper bei thermischer Ausdehnung von Welle oder Gehäuse zu verringern.
Mit einer Bohrung von 105 mm, einem Außendurchmesser von 160 mm und einer Breite von 26 mm weist das Lager genormte Hauptabmessungen auf. Diese Querschnittsform eignet sich für Konstruktionen mit begrenztem radialem Bauraum bei gleichzeitig großem Wellendurchmesser. Bei der Konstruktion ist auf die passende Toleranzlage von Welle und Gehäusebohrung zu achten.
Eine einseitig angebrachte Deckscheibe aus Stahlblech schützt die Wälzkörper als berührungsfreie Spaltdichtung vor groben Partikeln, ohne Reibungswiderstand zu erzeugen. Weil die gegenüberliegende Seite offen bleibt, gelangt Schmierstoff aus dem Gehäuseraum ungehindert an die Laufbahn.
Die Lagerluft C3 bietet ein vergrößertes radiales Spiel zwischen Kugeln und Laufbahnen im unmontierten Zustand. Dies gleicht Maßänderungen aus, die durch feste Passungen auf der Welle sowie durch betriebsbedingte Erwärmung von Welle und Innenring entstehen. Dadurch bleibt der freie Lauf erhalten und thermische Verspannungen werden reduziert.
Einreihige Rillenkugellager übertragen neben radialen Lasten konstruktionsbedingt auch Axialkräfte in beiden Richtungen. Bei kombinierten Lasten nimmt das Lager axiale Führungskräfte auf. Treten vorrangig axiale Kräfte auf, empfiehlt sich ein Abgleich der Lagerbelastung mit den jeweiligen Betriebsbedingungen.
Über die offene Rückseite lässt sich das Rillenkugellager in ein Schmiersystem einbinden oder mit Fett befüllen. In geschlossenen Gehäusen gelangt Schmieröl über die offene Seite an die Wälzkörper, während die Z-Deckscheibe das Innere gegen grobe Verunreinigungen abschirmt. Die Schmierstoffwahl richtet sich nach Drehzahl und Temperatur.
Im Gegensatz zu einer 2Z-Variante mit zwei Deckscheiben besitzt dieses Lager lediglich eine einseitige Blechabdeckung. Dadurch bleibt eine Flanke für die gezielte Nachschmierung oder den Durchtritt von Schmieröl offen. Dies erweist sich vor allem in ölgeschmierten Bauräumen oder bei zirkulierender Fettschmierung als zweckmäßig.
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