NACHI
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Das Rillenkugellager 6915 von NACHI bietet mit 75 mm Bohrung und schmaler Bauform eine platzsparende Lagerung für kombinierte Lasten.
Das Rillenkugellager 6915 ist ein einreihiges Radialkugellager mit den kompakten Maßen 75x105x16 mm. Durch den geringen Querschnitt der 69er-Reihe ermöglicht dieses Bauteil platzsparende Konstruktionen bei vergleichsweise großem Wellendurchmesser. Hersteller NACHI fertigt das Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einem Stahlblechkäfig. Das offene Design ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt eine direkte Schmierung über das umgebende Gehäusesystem im Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad.
Konstruktionen mit begrenztem radialem Bauraum profitieren von den schlanken Abmessungen dieser Baugröße. Das Rillenkugellager 6915 nimmt vorrangig Radialkräfte sowie moderate Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau, in Getrieben sowie in elektromotorischen Antrieben, bei denen eine 75-mm-Welle geführt werden muss. Da das Lager ungedichtet ausgeführt ist, eignet es sich vor allem für geschlossene Systeme mit bauseitiger Schmieröl- oder Schmierfettversorgung.
Die offene Konstruktion erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Umgebungsabdichtung, damit keine Schmutzpartikel in die Laufbahnen dringen. Sie wählen das Schmiermittel passend zur Betriebstemperatur zwischen -20 und +150 Grad flexibel aus. Mit der normalen Radiallagerluft und der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) eignet sich das Modell für Standardanwendungen ohne extreme thermische Ausdehnungen. Achten Sie bei der Montage auf saubere Lagersitze und den bündigen Sitz des Außenrings im Gehäuse.
Das Lager besitzt eine Bohrung von 75 mm, einen Außendurchmesser von 105 mm und eine schmale Breite von 16 mm. Diese Maße entsprechen einer besonders platzsparenden Bauform für Wellen mit 75 mm Durchmesser. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Ringnut aus und schließt bündig mit der Gehäusebohrung ab.
Offene Wälzlager besitzen ab Werk weder Deck- noch Dichtscheiben. Diese Konstruktion minimiert den Drehwiderstand und erlaubt den direkten Austausch mit dem Schmierstoffkreislauf des Gesamtsystems. Sie schmieren das Lager je nach Anforderung mit Öl oder Fett, müssen jedoch durch externe Dichtungen das Eindringen von Schmutz verhindern.
Die normale Radiallagerluft definiert das standardmäßige radiale Spiel zwischen Innenring, Außenring und den Wälzkörpern vor dem Einbau. Sie eignet sich für herkömmliche Einbaubedingungen mit regulären Passungen. Treten im laufenden Betrieb keine ungewöhnlich hohen Temperaturdifferenzen auf, trägt diese Lagerluft zu einem vibrationsarmen Rundlauf bei.
Das Bauteil ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die Formstabilität des Wälzlagerstahls 100Cr6 sowie der temperaturbeständige Stahlblechkäfig erlauben diesen Einsatzbereich. Für den dauerhaften Betrieb muss der gewählte Schmierstoff ebenfalls für die anfallenden Systemtemperaturen spezifiziert sein.
Die Angabe der Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 beschreibt die Normaltoleranz für Industrie-Wälzlager. Sie regelt zulässige Abweichungen für Bohrung, Außendurchmesser und Planlauf. Diese Toleranzklasse deckt die überwiegende Mehrheit aller Einsätze im Maschinenbau zuverlässig ab, ohne dass Sonderpassungen an der Welle erforderlich werden.
Der Käfig aus gepresstem Stahlblech führt die Wälzkörper gleichmäßig auf der Laufbahn und verhindert deren gegenseitige Berührung. Das reduziert die innere Reibung und Geräuschentwicklung. Stahlblechkäfige zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht sowie gute Beständigkeit gegenüber Schmierstoffen und Betriebstemperaturen bis zu 150 Grad aus.
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