STC-Steyr
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Rillenkugellager 61868 MA mit 340 mm Bohrung und außenbordgeführtem Messing-Massivkäfig für schwere Industrieanwendungen mit geringem radialem Bauraum.
Das Rillenkugellager 61868 MA ist ein einreihiges Wälzlager in Dünnring-Bauweise für Wellen mit 340 mm Durchmesser. Mit einem Außendurchmesser von 420 mm und einer schmalen Breite von 38 mm nimmt dieses offene Lager vorrangig radiale Belastungen sowie moderate Axialkräfte auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnet sich das Modell durch Maßhaltigkeit in der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) aus. Konstrukteure nutzen diese Bauform bevorzugt dort, wo große Wellendurchmesser auf engem radialem Raum gelagert werden.
Dieses Dünnringlager eignet sich für Lagerungsanordnungen, die bei schlanker Gehäusewandung große Wellendurchmesser führen. Durch den schmalen Querschnitt spart die Konstruktion gezielt Bauraum und Gewicht ein. Da das Lager offen ausgeführt ist, lässt es sich direkt in bestehende Schmiersysteme einbinden. Der zulässige Temperaturbereich reicht dabei von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das Nachsetzzeichen MA kennzeichnet einen massiven Käfig aus Messing, der am Außenring geführt wird. Diese Außenbordführung führt die Wälzkörper auch bei Beschleunigungen und Schwingungen präzise in der Laufbahn. Der massive Messingwerkstoff eignet sich für anspruchsvolle mechanische Beanspruchungen. Das Lager verfügt über eine normale Radiallagerluft. Beim Einbau ist auf eine saubere Umgebung sowie eine externe Abdichtung zu achten, da die offenen Laufbahnen keinen integrierten Schutz gegen Fremdkörper aufweisen.
Die Hauptabmessungen betragen 340 mm Innendurchmesser, 420 mm Außendurchmesser und 38 mm Breite. Mit dieser Dünnring-Geometrie ermöglicht es Lagerungen für große Wellen bei geringem radialem Einbauraum. Beide Ringe und die Wälzkörper bestehen aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 in normaler Maß- und Lauftoleranz P0 bzw. ABEC 1.
Die Kennzeichnung MA steht für einen Messing-Massivkäfig, der auf den Borden des Außenrings geführt wird. Diese Außenbordführung verringert Verkippungen der Führungselemente bei raschen Drehzahländerungen. Der massive Messingwerkstoff dämpft Vibrationen ab und eignet sich für anspruchsvollere Betriebsbedingungen als gewöhnliche Stahlblechkäfige.
Offene Wälzlager besitzen keine werksseitigen Deck- oder Dichtscheiben. Diese Bauform gestattet die kontinuierliche Versorgung durch ein externes Schmiersystem mit Öl oder Schmierfett. Gleichzeitig bleibt der Reibungswiderstand gering, da keine schleifenden Dichtlippen an den Lagerringen anliegen. Die Abdichtung gegen Umgebungseinflüsse muss über die Gehäusekonstruktion erfolgen.
Dieses Modell ist mit normaler Radiallagerluft ausgeführt. Die Lagerluft beschreibt das radiale Spiel der Wälzkörper zwischen den Laufbahnen vor dem Einbau. Für reguläre Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad Celsius bietet die Standardlagerluft bei üblichen Passungswahlen ausreichend Spielraum für die betriebsbedingte Wärmeausdehnung.
Als Radial-Rillenkugellager nimmt die Konstruktion vorrangig Radialkräfte senkrecht zur Welle auf. Durch die tiefen Rillen der Laufbahnen im Innen- und Außenring überträgt das Lager zusätzlich moderate Axialkräfte in beiden Richtungen. Für reine oder überwiegend axiale Belastungen sollten Sie jedoch Axial-Rillenkugellager oder Schrägkugellager prüfen.
Der zulässige Temperaturbereich dieses Lagers reicht von -20 bis +120 Grad Celsius. Die Grenzen ergeben sich aus der Wärmebehandlung des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6 sowie dem verbauten Messingkäfig. Bei Betriebstemperaturen innerhalb dieser Spanne bleibt das Gefüge formstabil, sofern das verwendete Schmiermittel für den jeweiligen thermischen Bereich freigegeben ist.