STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 6064 M/C3 von STC-Steyr bietet mit 320x480x74 mm, Messingkäfig und C3-Lagerluft eine hochbelastbare Lösung für große Wellendurchmesser im Maschinenbau.
Das Rillenkugellager 6064 M/C3 ist ein einreihiges Wälzlager für hohe radiale und axiale Belastungen in Industrieanlagen. STC-Steyr fertigt dieses offene Lager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nach der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1. Mit einer Bohrung von 320 mm und einem Außendurchmesser von 480 mm eignet sich das Großlager für stark beanspruchte Industrieantriebe. Konstrukteure und Einkäufer finden hier eine genormte Komponente, die ohne Dichtscheiben für externe Schmiersysteme ausgelegt ist.
Konstrukteure setzen das Rillenkugellager 6064 M/C3 vor allem in schweren Industrieantrieben und groß dimensionierten Wellenlagerungen ein. Es nimmt vornehmlich hohe Radialkräfte auf und führt Wellen mit 320 mm Durchmesser axial in beide Richtungen. Durch die offene Bauform lässt sich das Lager direkt in geschlossene Gehäuse mit zentraler Öl- oder Fettschmierung einbinden. Der Messingkäfig führt die Wälzkörper auch bei Vibrationen zuverlässig und mindert thermische Belastungen im Dauerbetrieb.
Die vergrößerte Radiallagerluft C3 kompensiert betriebsbedingte Wärmeausdehnungen zwischen Innen- und Außenring. In Kombination mit dem geführten Messingkäfig eignet sich die Ausführung für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad sowie ungleichmäßige Stoßbelastungen. Dadurch sinkt das Risiko von Lagerverspannungen bei Erwärmung von Welle und Gehäuse. Vor dem Einbau ist auf eine wirksame Umgebungsabdichtung zu achten, da das offene Bauteil keinen integrierten Schutz gegen Schmutzpartikel besitzt. Die Lagersitze sollten auf die Toleranzklasse P0 abgestimmt sein.
Dieses Lager besitzt eine Bohrung von 320 mm, einen Außendurchmesser von 480 mm sowie eine Breite von 74 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und verfügt weder über Flansch noch über eine Ringnut. Mit diesen Standardmaßen nach Toleranzklasse P0 passt das Wälzlager in entsprechend gefertigte Gehäusebohrungen und auf passende Wellensitze.
Das Kürzel M kennzeichnet einen massiven Messingkäfig, der die Wälzkörper stabil auf Abstand hält. Das Kennzeichen C3 steht für eine gegenüber der Normalluft vergrößerte Radiallagerluft. Diese Kombination verhindert ein Verklemmen der Wälzkörper, wenn sich Welle und Lagerringe im Betrieb erwärmen oder feste Einpassungen ein größeres Radialspiel erfordern.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Sowohl der verwendete Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Messingkäfig sind auf diesen thermischen Einsatzbereich ausgelegt. Für den sicheren Betrieb ist ein Schmiermittel zu wählen, dessen Viskosität und Temperaturbeständigkeit innerhalb dieser Grenzwerte liegt.
Offene Lager ohne integrierte Dichtscheiben ermöglichen den ungehinderten Schmierstoffaustausch bei Gehäusen mit Ölumlaufschmierung oder externer Fettversorgung. Zudem erzeugen sie keine Dichtungsreibung. Die Abdichtung gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit muss bei dieser Bauart über das umgebende Maschinengehäuse durch externe Dichtsysteme wie Radialwellendichtringe erfolgen.
Innenring, Außenring und Wälzkörper werden aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt. Dieses Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Verschleißfestigkeit und Formstabilität unter Belastung aus. Es bietet eine solide Grundlage für Radial- und Axialkräfte im industriellen Dauereinsatz, besitzt jedoch ab Werk keine zusätzliche Stromisolierung oder Korrosionsschutzbeschichtung.
Das Wälzlager entspricht der Toleranzklasse P0, die auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet wird. Diese Genauigkeitsklasse definiert die zulässigen Maß-, Form- und Laufabweichungen für industrielle Standardanwendungen. Bei der Konstruktion von Wellen- und Gehäusesitzen sollten die Fertigungstoleranzen entsprechend auf diese Toleranzklasse abgestimmt werden.