SKF
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Das Rillenkugellager 6415 /C4 von SKF bietet mit den Maßen 75x190x45 mm und C4-Lagerluft zuverlässigen Lauf bei hoher thermischer Belastung.
Das einreihige Rillenkugellager 6415 /C4 ist ein offenes Radialkugellager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, gefertigt von SKF Wälzlager. Mit einer Bohrung von 75 mm, einem Außendurchmesser von 190 mm und einer Breite von 45 mm nimmt das Bauteil hohe Kräfte auf. Durch die offene Bauform gelangt Schmierstoff ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Kugeln gleichmäßig in den Rillen. Diese Ausführung eignet sich als belastbares Maschinenelement für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Das Lager nimmt vorwiegend hohe radiale Kräfte und begleitende axiale Führungskräfte auf. Durch die massive Bauform bewältigt das Wälzlager erhebliche Belastungen auf Wellen mit 75 mm Durchmesser. Da es beidseitig offen konstruiert ist, eignet es sich für geschlossene Getriebegehäuse oder ölgeschmierte Lagerstellen. Bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad behält der verwendete Wälzlagerstahl seine strukturellen Eigenschaften und unterstützt einen ruhigen Lauf rotierender Maschinenteile.
Die Kennzeichnung /C4 steht für eine stark vergrößerte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung. Dieser vergrößerte radiale Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn der Innenring im Betrieb wärmer wird als der Außenring. Zudem verhindert das C4-Spiel Verspannungen bei festen Presspassungen auf der Welle oder im Gehäuse. Vor dem Einbau ist zu prüfen, ob eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung im Gehäuse vorliegt, da das offene Bauteil über keine eigenen Dichtscheiben verfügt.
Die Maße betragen 75 mm Bohrungsdurchmesser für den Wellensitz, 190 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Ringnut aus. Die Konstruktion ist gezielt auf hohe Radialkräfte ausgelegt.
Mit dem Nachsetzzeichen /C4 wird eine stark vergrößerte Radiallagerluft oberhalb des Normalspiels definiert. Dieser interne Freiraum ist bei Anwendungen nötig, in denen hohe Betriebstemperaturen zu Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring führen oder enge Einbaupassungen das Lagerspiel verringern.
Da die Konstruktion ohne integrierte Dichtscheiben oder Deckscheiben ausgeführt ist, gelangt Schmiermittel direkt an die Wälzkörper. Die Schmierung erfolgt in der Regel über das umgebende Maschinengehäuse durch Ölumlauf, Ölbad oder manuell eingebrachtes Schmierfett. Gleichzeitig müssen externe Gehäusedichtungen das Eindringen von Schmutzpartikeln verhindern.
Der zulässige Einsatzbereich erstreckt sich von -20 bis +150 Grad. Sowohl die Laufringe als auch die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Zusammen mit dem Stahlblechkäfig bleibt das einreihige Lager innerhalb dieses Temperaturfensters formstabil und einsatzfähig.
Die Fertigung erfolgt nach der Normaltoleranzklasse P0 (auch als PN bezeichnet), was international der Einstufung ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse deckt die üblichen Genauigkeitsanforderungen des Maschinenbaus an die Maßhaltigkeit ab und ermöglicht die Montage auf Standardwellen und in Gehäusebohrungen.
Im Lager ist ein Stahlblechkäfig verbaut. Dieser Käfig führt die Kugelreihe gleichmäßig auf Abstand und verhindert die Berührung der Wälzkörper untereinander. Der Werkstoff Stahlblech zeichnet sich durch geringes Eigengewicht aus und ist mit gängigen mineralischen sowie synthetischen Schmierstoffen kompatibel.
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