NACHI
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Das Rillenkugellager 6310 ZZENR von NACHI bietet mit 50 mm Bohrung, beidseitigen Deckblechen und integriertem Sprengring eine kompakte Lösung zur axialen Fixierung.
Dieses einreihige Rillenkugellager 6310 ZZENR nimmt vorwiegend radiale Lasten auf und stützt zusätzlich kombinierte axiale Kräfte in beiden Richtungen ab. Durch die Ausführung mit Ringnut und eingelegtem Sprengring am Außenring lässt sich die Lagereinheit platzsparend im Gehäuse arretieren. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig, deckt die Bauform einen Temperaturbereich von -40 bis +120 Grad Celsius ab.
Die Wälzlagerausführung kommt bevorzugt dort zum Einsatz, wo die umgebende Konstruktion keinen Raum für breite Gehäuseschultern oder zusätzliche Sicherungsdeckel bietet. Der Sprengring übernimmt die axiale Festlegung direkt in einer Ringnut der Gehäusebohrung. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinen- und Vorrichtungsbau bei kompakten Lagerungen mit radialer Hauptlast. Die berührungsfreien Deckbleche schützen vor Schmutzpartikeln, erzeugen kein zusätzliches Reibungsmoment und eignen sich für Drehanwendungen.
Die Kombination aus Sprengring und beidseitiger Abdeckung vereinfacht die Konstruktion der Lagerstelle. Der Sprengring fixiert den Außenring formschlüssig in axialer Richtung, was durchgehende Gehäusebohrungen ohne Anschlagkanten ermöglicht. Das Wälzlager ist mit normaler Radiallagerluft und Toleranzklasse P0 ausgeführt. Die metallischen Deckscheiben halten den Schmierstoff im Inneren, ohne durch Schleifkontakt Reibungswärme zu erzeugen.
Die Buchstabenkombination beschreibt die baulichen Merkmale des Lagers. ZZ steht für beidseitig angebrachte Deckbleche aus Stahlblech, die als berührungsfreie Spaltdichtung dienen. Der Zusatz ENR kennzeichnet eine Ringnut im Außenring samt eingelegtem Sprengring. Diese Bauform ermöglicht eine formschlüssige axiale Sicherung direkt im Gehäuse, ohne zusätzliche Wellen- oder Gehäuseabsätze vorzusehen.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm sowie eine Breite von 27 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen bestimmen den erforderlichen Bauraum im Aggregat. Vor dem Einbau sollte der Gehäusesitz geprüft werden, da die Gehäusebohrung eine passende Nut zur Aufnahme des außenliegenden Sprengrings aufweisen muss.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das radiale Spiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen im unverbauten Zustand. Sie trägt dazu bei, dass das Lager nach dem Aufpressen auf die Welle und dem Einsetzen in das Gehäuse die notwendige Beweglichkeit behält. Bei Standardanwendungen ohne extreme Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring unterstützt diese Einstufung einen gleichmäßigen Lauf.
Die Konstruktion aus Wälzlagerstahl 100Cr6 mit Stahlblechkäfig und Blechdeckeln ist für Betriebstemperaturen von -40 bis +120 Grad Celsius ausgelegt. Innerhalb dieser Spanne behalten Werkstoff und Bauteile ihre Formstabilität. Da das Lager beidseitig geschlossen ist, bestimmt der eingefüllte Schmierstoff die tatsächliche Einsatzgrenze im laufenden Betrieb.
Deckbleche aus Stahl bilden eine berührungsfreie Spaltdichtung zum Innenring. Sie verursachen keine zusätzliche Reibung, erwärmen sich bei hohen Drehzahlen kaum und schützen vor festen Fremdkörpern. Gummidichtungen liegen dagegen schleifend an. Sie dichten gegen Feuchtigkeit und feinen Staub ab, erzeugen jedoch durch den Reibkontakt Reibungswärme und begrenzen die Drehzahl.
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