NSK
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Das Rillenkugellager 6406 C3 von NSK ist ein offenes, einreihiges Radialwälzlager mit den Maßen 30x90x23 mm und vergrößerter Lagerluft.
Das Rillenkugellager 6406 C3 von NSK nimmt vorwiegend radiale sowie moderate axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig, deckt die Baueinheit einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ab. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt dieses einreihige Lager den ungehinderten Schmierstoffzutritt über das umgebende Gehäusesystem bei gleichzeitig geringem Reibungswiderstand.
Die Bauform kommt vorwiegend in geschlossenen Baugruppen mit externer Öl- oder Fettschmierung zum Einsatz. Durch die kräftige Querschnittsgeometrie mit 90 mm Außendurchmesser bei 30 mm Bohrung nimmt das Lager erhebliche radiale Belastungen auf. Weil das Wälzlager offen konstruiert ist, eignet es sich für saubere Einbauräume, in denen externe Gehäusedichtungen das Eindringen von Schmutzpartikeln verhindern.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur normalen Lagerluftgruppe. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innenring und Außenring entstehen. Bei festen Passungen vermindert die C3-Luft zudem ein unzulässiges Verspannen des Lagers. Die gefertigte Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 deckt standardmäßige industrielle Einbauanforderungen ab.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 30 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm sowie eine Breite von 23 mm auf. Durch das Verhältnis von Wellendurchmesser zu Außendurchmesser gehört es zu den breiteren und massiveren Ausführungen, die bei kompakter Wellengröße hohe Radialkräfte im Maschinenbau aufnehmen können.
Bei einem offenen Lager ohne Deck- oder Dichtscheiben gelangt das Schmiermittel aus dem umgebenden Gehäuse ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. Diese Bauform erzeugt keine Reibungsverluste durch schleifende Dichtlippen. Allerdings muss die Lagerstelle durch externe Dichtelemente im Gehäuse vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
Der zulässige Temperaturbereich für diese Ausführung liegt zwischen -20 und +150 Grad. Lagerringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der Stahlblechkäfig behalten in dieser Spanne ihre Formstabilität. Für den tatsächlichen Einsatzbereich ist zusätzlich die Temperaturbeständigkeit des gewählten Schmierstoffs im Gesamtsystem ausschlaggebend.
Der Käfig aus Stahlblech führt die Kugeln gleichmäßig auf Abstand und verhindert den direkten Kontakt der Wälzkörper untereinander. Das verringert Reibung und Wärmeentwicklung im Betrieb. Stahlblechkäfige sind mechanisch widerstandsfähig, unempfindlich gegenüber Schmierstoffen und für den gesamten thermischen Einsatzbereich dieses Lagers ausgelegt.
Die Toleranzklasse P0 (äquivalent zu PN oder ABEC 1) definiert die Standard-Genauigkeit für Maß-, Form- und Laufgenauigkeit von Wälzlagern. Sie bildet die Normausführung für reguläre Anforderungen im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau ab. Für die meisten Industrieanwendungen bietet diese Toleranzklasse eine passende Genauigkeit bei üblichen Wellen- und Gehäusetoleranzen.
Die Lagerluft C3 empfiehlt sich insbesondere bei erhöhten Betriebstemperaturen, Wärmeeintrag über die Welle oder straffen Passungssitzen. Wenn sich der Innenring durch Wärme stärker ausdehnt als der Außenring, bleibt trotz der radialen Einengung ein ausreichendes Betriebsspiel erhalten. Dadurch läuft das Lager geräuscharm und ohne vorzeitigen Verschleiß durch Verspannungen.
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