SKF
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Das Rillenkugellager 6038 M/C3 von SKF ist mit 190 mm Bohrung, Messingkäfig und C3-Lagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen ausgelegt.
Das Rillenkugellager 6038 M/C3 ist ein offenes, einreihiges Radialkugellager für mechanisch beanspruchte Konstruktionen auf starken Wellen. Mit einem Innendurchmesser von 190 mm, einem Außendurchmesser von 290 mm und einer Breite von 46 mm nimmt dieses Großlager hohe radiale Kräfte sowie beidseitige Axialbelastungen auf. Die Ausführung stammt von SKF und besteht aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1, wodurch es für präzise geführte Maschinenbaugruppen vorgesehen ist.
Konstruktionen mit großen Wellendurchmessern und hoher Krafteinwirkung bilden das Haupteinsatzgebiet dieser Lagergröße. Durch die offene Bauform ohne integrierte Dichtungen ist das Wälzlager für Einbauumgebungen konzipiert, in denen eine Schmierstoffversorgung über externe Gehäusekreisläufe oder Fettkammern erfolgt. Der massive Messingkäfig führt die Wälzkörper auch bei Beschleunigungen, Vibrationen und höheren Drehzahlen kontrolliert in den tiefen Laufrillen von Innen- und Außenring.
Die Ausführungskennzeichnung M/C3 verbindet einen Messingkäfig mit leicht erhöhter Radiallagerluft. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Beständigkeit gegen Schwingungen und gute Führungseigenschaften aus. Die vergrößerte C3-Lagerluft gleicht thermische Ausdehnungen aus, die im Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad auftreten können. Zudem wirkt das vergrößerte Radialspiel einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn feste Passungen auf der Welle oder im Gehäuse den Innenring aufweiten.
Die Abmessungen betragen 190 mm für den Innendurchmesser, 290 mm für den Außendurchmesser sowie 46 mm in der Breite. Der Außenring verfügt über eine zylindrische Mantelfläche ohne Flansch oder Ringnut. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen einen direkten Austausch in bestehenden Lagersitzen.
Der Buchstabe M kennzeichnet einen massiven Käfig aus Messing, der die Wälzkörper bei dynamischen Belastungen führt. Das Kürzel C3 steht für eine gegenüber der Normalluft leicht vergrößerte Radiallagerluft. Diese Ausführung wirkt einem Klemmen des Lagers bei betriebsbedingter Erwärmung oder festen Passungssitzen entgegen.
Da dieses Wälzlager ohne Dichtscheiben ausgeführt ist, enthält es ab Werk keine Schmierfettfüllung. Die Schmierung erfolgt über das umgebende Maschinengehäuse, beispielsweise durch kontinuierliche Ölumlaufschmierung oder regelmäßige Nachfettung. Zudem schützt eine externe Gehäuseabdichtung das Lagerinnere vor dem Eindringen von Verunreinigungen.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad. Sowohl die Laufringe als auch die Kugeln aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) sowie der Messingkäfig sind für diesen Temperaturbereich ausgelegt. Bei der Schmierstoffwahl sollte die tatsächliche Betriebstemperatur der Lagerstelle berücksichtigt werden.
Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Diese Normaltoleranz erfüllt die gängigen Genauigkeitsanforderungen im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau und unterstützt einen passgenauen Sitz auf der Welle sowie im Gehäuse.
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