KOYO
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Das Rillenkugellager 6906 -2RSC3 von JTEKT-KOYO bietet kompakte Abmessungen von 30x47x9 mm mit beidseitiger 2RS-Abdichtung und erhöhter C3-Lagerluft für anspruchsvolle Radialbelastungen.
Das einreihige Rillenkugellager 6906 -2RSC3 verbindet einen schlanken Querschnitt mit der Aufnahme radialer Kräfte. Mit einer Bohrung von 30 mm, einem Außendurchmesser von 47 mm und einer Breite von 9 mm eignet sich dieses Wälzlager für platzsparende Konstruktionen. Hersteller JTEKT-KOYO fertigt Ringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf der Laufbahn. Beidseitig schleifende Dichtlippen halten Schmierstoff im Lagerinneren und wehren Partikel sowie Spritzwasser im Betrieb ab.
Konstrukteure wählen das Rillenkugellager 6906 -2RSC3 bevorzugt für Bauräume, bei denen eine Welle mit 30 mm Durchmesser auf engem radialem Raum gelagert werden muss. Das Lager nimmt Radialkräfte und moderate Axialkräfte auf. Typische Einsatzgebiete umfassen kompakte Baugruppen, bei denen ein zylindrischer Außenring ohne Flansch in Gehäusebohrungen eingepasst wird. Durch die Einstufung in die Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 erfüllt das Bauteil grundlegende Präzisionsanforderungen im Maschinenbau.
Die Zusatzbezeichnung C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser Spielraum trägt dazu bei, thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad sowie Passungsverengungen durch Festsitze auf der Welle auszugleichen. Gleichzeitig schützt die beidseitig schleifende 2RS-Dichtung das Innenleben vor Verunreinigungen. Beachten Sie vor dem Einbau, dass schleifende Dichtungen durch den Berührungskontakt der Lippen auf dem Innenring etwas mehr Reibung erzeugen als berührungsfreie Spaltdichtungen.
Das Lager besitzt eine Bohrung von 30 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm sowie eine Breite von 9 mm. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut ausgeführt. Diese Geometrie erlaubt die Lagerung einer 30-mm-Welle in Gehäusen mit begrenztem radialem Bauraum.
Eine vergrößerte Radiallagerluft oberhalb des Normalspiels gleicht Wärmeausdehnungen im laufenden Betrieb aus. Das C3-Spiel trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn sich Innen- und Außenring ungleich erwärmen oder stramme Gehäuse- und Wellenpassungen das Lagerspiel nach der Montage verengen.
Beidseitig schleifende Dichtlippen schließen das Schmiermittel im Lagerinneren ein und halten Fremdpartikel sowie Spritzwasser von den Wälzkörpern fern. Durch den Berührungskontakt zum Innenring erzielt diese Bauform eine wirksame Abdichtung gegen äußere Einflüsse, erzeugt durch den Reibkontakt jedoch etwas mehr Reibung als berührungsfreie Spaltdichtungen.
Der zulässige Temperatureinsatzbereich erstreckt sich von -20 bis +120 Grad Celsius. Dieser Rahmen wird durch die thermische Beständigkeit des Wälzlagerstahls 100Cr6, des Stahlblechkäfigs sowie des Dichtungsmaterials bestimmt. Ein Betrieb oberhalb von +120 Grad kann zu vorzeitiger Dichtungsalterung und Schmierstoffverlust führen.
Innenring, Außenring und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Zwischen den Ringen führt ein Stahlblechkäfig die Kugeln gleichmäßig auf Abstand. Die Toleranzen der Ringe entsprechen der Genauigkeitsklasse P0 beziehungsweise ABEC 1. Eine Stromisolierung ist bei diesem Modell nicht vorhanden.
Die Geometrie als einreihiges Rillenkugellager dient vorrangig zur Übertragung von Radialkräften senkrecht zur Welle. Dank der tiefen Laufrillen im Innen- und Außenring nimmt das Lager zusätzlich Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Reine oder übermäßig hohe Axiallasten sollten vermieden werden, um die Laufbahnen nicht zu überlasten.