KOYO
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Das offene Rillenkugellager 6215 von JTEKT-KOYO mit den Maßen 70x125x24 mm nimmt radiale sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen auf.
Das Rillenkugellager 6215 gehört zu den vielseitig nutzbaren Wälzlagern für rotierende Wellen im Maschinen- und Anlagenbau. Als einreihiges Radialkugellager führt es Wellenbewegungen mit hoher Laufruhe und nimmt neben primär radialen Kräften auch axiale Belastungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnet sich dieses Lager durch eine solide Formstabilität der Laufbahnen aus. Der Hersteller JTEKT-KOYO fertigt diese Ausführung in der genormten Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1).
Konstrukteure nutzen dieses Lager vor allem dort, wo Wellen mit 70 mm Durchmesser gelagert werden und beidseitig wirkende Lasten auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in allgemeinen Industrieantrieben und Aggregaten mit geschlossener Bauweise. Da dieses Wälzlager offen ausgeführt ist, eignet es sich vorrangig für saubere Gehäuseräume, in denen eine externe Schmierung über Öl oder Fett erfolgt. Die Konstruktion ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt.
Diese Variante besitzt keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Das Schmiermittel kann die Wälzkörper ungehindert umspülen, was die Reibung minimiert und einen thermischen Austausch im Betrieb begünstigt. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig auf Abstand und widersteht üblichen Betriebsvorschüben. Dank der normalen Radiallagerluft eignet sich das Lager für herkömmliche Passungen ohne übermäßige thermische Dehnungsunterschiede zwischen Innen- und Außenring.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 70 mm, einen Außendurchmesser von 125 mm sowie eine Breite von 24 mm auf. Der zylindrische Außenring verfügt über keine Flansche oder Befestigungsnuten. Damit entspricht der Lagersitz den Vorgaben gängiger Wellen- und Gehäusekonstruktionen im Maschinenbau.
Eine offene Ausführung ermöglicht den direkten Zutritt von Schmieröl oder Schmierfett aus dem umgebenden Gehäuse. Zudem verringert der Verzicht auf schleifende Dichtlippen das Reibungsmoment der Wälzkörper. Voraussetzung für den langlebigen Betrieb ist eine externe Gehäuseabdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit.
Die Radiallagerluft beschreibt das Spiel, um das sich die Lagerringe bei unbelastetem Zustand radial gegeneinander verschieben lassen. Die normale Lagerluft (CN) ist so ausgelegt, dass nach dem Aufpressen auf Welle und Gehäuse bei regulären Betriebstemperaturen ein ruhiger Lauf ohne schädliche Verspannung erhalten bleibt.
Sowohl die Ringe als auch die Wälzkörper sind aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt, der eine hohe Festigkeit im Kontaktbereich bietet. Der Käfig besteht aus profiliertem Stahlblech. Dieses Bauteil hält die Kugeln auf Position und sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung bei der Drehbewegung.
Das Lager ist für eine Dauerbetriebstemperatur von -20 bis +150 Grad Celsius freigegeben. In diesem Arbeitsbereich bleiben die Werkstoffeigenschaften des Stahls formstabil. Bei der Auslegung der Lagerstelle ist das eingesetzte Schmiermittel passend auf diesen thermischen Einsatzbereich abzustimmen.