SKF
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Das Rillenkugellager 6206 ETN9 von SKF bietet mit 30 mm Bohrung und Polyamidkäfig eine laufruhige Lösung für vorwiegend radiale Belastungen.
Das Rillenkugellager 6206 ETN9 ist ein einreihiges Wälzlager von SKF für vielseitige Industrieanwendungen. Mit einer Bohrung von 30 mm, einem Außendurchmesser von 62 mm und einer Breite von 16 mm nimmt dieses Kugellager vor allem radiale Kräfte auf. Durch die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 halten Außenring, Innenring und Wälzkörper hohen Beanspruchungen stand. Die Ausführung entspricht der normalen Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1. Es eignet sich für Anwender, die ein maßgenaues Lager für rotierende Wellen benötigen.
Dieses Lager ist für rotierende Baugruppen und Antriebselemente mit mittlerer Beanspruchung ausgelegt. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, lässt es sich direkt in geschlossene Gehäuse mit bestehendem Schmierstoffkreislauf einsetzen. Die Konstruktion nimmt neben radialen Kräften auch moderate axiale Lasten in beiden Richtungen auf. Konstrukteure nutzen diese Bauart gern dort, wo geringe Reibungsverluste und freier Schmierstoffzutritt für eine wirksame Wärmeabfuhr im Betrieb wichtig sind.
Der integrierte Käfig aus Polyamid führt die Kugeln reibungsarm und begünstigt einen geräuscharmen Lauf der Bauteile. Das Nachsetzzeichen ETN9 kennzeichnet diesen leichten Kunststoffkäfig, der Schwingungen dämpft und geringe Massenkräfte erzeugt. Für den Einsatz gilt ein zulässiger Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad. Zudem verfügt die Konstruktion über eine normale Radiallagerluft. Bei der Auswahl sollten Sie berücksichtigen, dass die Gehäuseumgebung das offene Lager vor Schmutz und Feuchtigkeit abschirmen muss.
Die Hauptabmessungen betragen 30 mm Innendurchmesser, 62 mm Außendurchmesser und 16 mm Breite. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Ringnut aus, sodass das Lager bündig in zylindrische Gehäusebohrungen passt. Durch die Ausführung nach Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 lässt sich das Bauteil direkt als passgenauer Ersatz für standardisierte Lagersitze einsetzen.
Das Nachsetzzeichen ETN9 steht bei SKF für die Ausführung mit einem leichten Polyamidkäfig. Dieser Käfigwerkstoff zeichnet sich durch günstige Gleiteigenschaften und Elastizität aus, was den geräuscharmen Lauf unterstützt. Der Käfig führt die Wälzkörper mit geringem Reibungswiderstand und ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Das geringe Eigengewicht reduziert zudem Trägheitskräfte.
Offene Lager besitzen weder Dichtungen noch Deckscheiben, wodurch Schmiermittel wie Öl oder Fließfett ungehindert an die Laufbahnen gelangen. Diese Bauform erzeugt keine Schleifreibung an Dichtlippen, was die Wärmeentwicklung minimiert. Sie eignet sich vor allem für geschlossene Getriebe- oder Maschinengehäuse, bei denen externe Dichtelemente das Eindringen von Schmutz und den Austritt von Schmierstoff verhindern.
Die normale Radiallagerluft bietet den notwendigen Bewegungsspielraum für Wälzkörper und Ringe unter üblichen Betriebsbedingungen. Nach dem Aufpressen auf die Welle und dem Einbau in das Gehäuse verringert sich dieses radiale Spiel durch Passungsübermaße geringfügig. Die Ausführung eignet sich für Anwendungen, bei denen keine extremen Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten.
Innenring, Außenring und Wälzkörper sind aus Standard-Wälzlagerstahl gefertigt, der der Werkstoffbezeichnung 100Cr6 entspricht. Dieser durchgehärtete Chromstahl besitzt eine hohe Verschleißfestigkeit sowie eine beachtliche Druck- und Ermüdungsfestigkeit bei wechselnder Beanspruchung. In Kombination mit sauberer Schmierung unterstützt das Material gleichmäßige Laufeigenschaften über lange Betriebszeiten.
Der zulässige Einsatzbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Die obere Temperaturgrenze wird maßgeblich durch den Polyamidkäfig bestimmt, dessen Materialeigenschaften bis +120 Grad beständig bleiben. Für den zuverlässigen Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität und thermische Belastbarkeit auf diesen Temperaturbereich und die Umgebungsbedingungen der Maschine abgestimmt sind.
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