KOYO
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| 35 | 3,08 € | 27,76 € |
Das Rillenkugellager 6311 C4 von JTEKT-KOYO bietet mit 55 mm Bohrung und stark erhöhter Lagerluft Spielraum bei deutlichen Temperaturdifferenzen im Betrieb.
Dieses einreihige Rillenkugellager 6311 C4 von JTEKT-KOYO nimmt primär radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) verleiht den Laufbahnen und Wälzkörpern eine hohe Formstabilität. Als offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtscheiben ist die Konstruktion für Umgebungen ausgelegt, in denen eine externe Gehäuseabdichtung vorliegt und Schmierstoffe frei zirkulieren können. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand.
Konstrukteure wählen diese Ausführung vor allem bei rotierenden Wellen mit nennenswerter Betriebserwärmung. Wenn zwischen Innenring und Außenring ein Temperaturgefälle entsteht, dehnt sich der innere Ring stärker aus. Das verringert die wirksame Lagerluft im Betrieb. Die stark erhöhte Radialluft C4 fängt diese Ausdehnung auf, sodass das Lager nicht verspannt. Typische Einsatzbereiche sind daher Lagerungen an Antriebswellen mit spürbarer thermischer Beanspruchung.
Die Angabe C4 steht für eine Radiallagerluft, die über der Normalluft sowie über der Stufe C3 liegt. Sie gibt den theoretischen Spielraum an, um den sich die Ringe im unmontierten Zustand radial gegeneinander verschieben lassen. Neben thermischen Einflüssen verringern auch feste Passungen auf Welle und Gehäusebohrung diesen Spielraum nach dem Einbau. Prüfen Sie daher vorab das Zusammenspiel aus gewählten Passungstoleranzen und Betriebstemperaturen, damit im regulären Betrieb die passende Betriebslagerluft verbleibt.
Mit 55 mm Innendurchmesser, 120 mm Außendurchmesser und 29 mm Baubreite entspricht das Lager den standardisierten Hauptabmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut.
Lagerluft C4 bezeichnet eine stark vergrößerte interne Radialluft im Vergleich zur normalen Grundausführung. Dieser zusätzliche Freiraum verhindert das Klemmen der Wälzkörper, wenn starke Passungsübermaße oder Temperaturdifferenzen zwischen rotierender Welle und Gehäuse das Lagerspiel während des Betriebs verringern.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Lagerringe, Wälzkörper und der verbaute Stahlblechkäfig bleiben innerhalb dieser Grenzwerte maßstabil, sofern der verwendete Schmierstoff ebenfalls für die vorherrschenden Betriebstemperaturen ausgelegt ist.
Da das Lager als offenes Bauteil ohne Dichtscheiben ausgeführt ist, enthält es keine Schmierfettfüllung. Die Schmierung erfolgt beim Einbau über das Maschinengehäuse mit geeignetem Schmieröl oder Schmierfett. Diese Bauart ermöglicht eine freie Zirkulation von Schmiermitteln.
Das Bauteil ist in der Toleranzklasse P0 gefertigt, was der Normaltoleranz (PN) beziehungsweise der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Präzisionsstufe erfüllt die gängigen Genauigkeitsanforderungen für den allgemeinen Maschinenbau und industrielle Serienanwendungen.
Die Lagerringe sowie die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Für die Führung und Beabstandung der rollenden Kugeln sorgt ein Käfig aus Stahlblech, der gegenüber den üblichen Industrieschmierstoffen beständig ist.