KOYO
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Das offene Rillenkugellager 6222 C3 von JTEKT-KOYO bietet mit 110x200x38 mm und vergrößerter C3-Lagerluft hohe Betriebssicherheit bei thermischen Einflüssen.
Dieses einreihige Rillenkugellager 6222 C3 nimmt radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die Ausführung aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 verfügt über einen formstabilen Stahlblechkäfig, der die Wälzkörper führt. Da das Lager ohne integrierte Dichtscheiben konstruiert ist, gelangt Schmierstoff ungehindert an die Laufbahnen. Konstruktionen mit externer Abdichtung profitieren dadurch von geringem Reibungswiderstand und einer soliden Drehzahlfestigkeit im industriellen Betrieb.
In industriellen Antriebskonstruktionen und schweren Maschinenlagerungen wird diese Baugröße häufig als tragendes Fest- oder Loslager eingesetzt. Durch die offene Bauweise lässt sich das Wälzlager direkt über ein Schmiersystem mit Öl oder Fett versorgen. Die Komponente wird vorzugsweise in geschlossene Gehäusekonstruktionen eingebunden, bei denen externe Dichtungen das Eindringen von Schmutz verhindern. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius und deckt viele fordernde Einsatzbedingungen im Maschinenbau ab.
Die interne Lagerluft C3 liegt über dem normalen Radialspiel nach Toleranzklasse P0/PN. Diese vergrößerte Lagerluft trägt dazu bei, ein Verspannen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Ebenso gleicht das vergrößerte Betriebsspiel das radiale Aufweiten des Innenrings aus, wenn feste Passungen auf der 110-mm-Welle montiert werden. Gehäusetoleranzen sowie die geplante Betriebstemperatur sollten vor dem Einbau abgestimmt werden, um ein Verklemmen im laufenden Prozess zu verhindern.
Das Lager weist eine Innenbohrung von 110 mm, einen Außendurchmesser von 200 mm und eine Breite von 38 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Einbau in genormte Gehäuse sowie auf entsprechend bearbeitete Wellen.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der Standardausführung. Das zusätzliche Spiel dient dazu, das Lager auch bei betriebsbedingter Erwärmung oder nach dem Aufpressen auf feste Passungssitze frei drehen zu lassen.
Offene Wälzlager besitzen keine schleifenden Deck- oder Dichtscheiben, was Reibung und Wärmeentwicklung gering hält. Zudem lässt sich das Schmiermittel bei der Erstmontage oder im Rahmen bestehender Öl- und Fettumlaufsysteme flexibel zuführen.
Innenring, Außenring und Wälzkörper werden aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl gefertigt. Für die Führung der Kugeln kommt ein leichter Stahlblechkäfig zum Einsatz, der Erschütterungen im normalen Drehzahlbereich standhält.
Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad Celsius spezifiziert. Für einen störungsfreien Lauf muss der eingesetzte Schmierstoff auf den anvisierten Temperaturbereich und die Umgebungsbedingungen abgestimmt sein.
Das Lager ist in der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 gefertigt. Diese Klasse deckt die gängigen Genauigkeitsanforderungen des allgemeinen Maschinenbaus sowie der Antriebstechnik ab.