KOYO
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Das Rillenkugellager 6220 C4 von JTEKT-KOYO bietet mit 100x180x34 mm Maßen und stark vergrößerter Lagerluft Spielraum für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das einreihige Rillenkugellager 6220 C4 von JTEKT-KOYO nimmt vorwiegend radiale Belastungen sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, arbeitet die offene Konstruktion in einem Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Durch den stabilen Stahlblechkäfig und die Fertigung nach Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 eignet sich das Wälzlager für klassische industrielle Baugruppen mit klaren Anforderungen an Maßhaltigkeit und Belastbarkeit.
Dieses Lager empfiehlt sich vor allem für industrielle Großaggregate, bei denen spürbare Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Da keine integrierten Dichtungen vorhanden sind, lässt sich der Schmierstoff direkt über das Gehäuse zuführen. Das Bauteil kommt bevorzugt in industriellen Antriebseinheiten und Wellenlagerungen zum Einsatz, um kombinierte Kräfte bei kontinuierlicher Beanspruchung aufzunehmen.
Die Kennzeichnung C4 signalisiert eine stark vergrößerte Radiallagerluft, die spürbar über dem normalen Betriebsspiel sowie über der Stufe C3 liegt. Dieses Radialspiel gleicht thermische Ausdehnungen von Welle und Innenring aus. Dadurch sinkt das Risiko für ein Verspannen der Wälzkörper im Heißlauf. Bei der Konstruktion ist zu berücksichtigen, dass die offene Bauform eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzeintrag erfordert.
Dieses Wälzlager besitzt eine Bohrung von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm sowie eine Breite von 34 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Aufgrund dieser standardisierten Abmessungen fügt sich die Komponente präzise in passende Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze ein.
Die Ausführung C4 weist ein stark vergrößertes internes Radialspiel auf. Diese konstruktive Auslegung trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn im Betrieb signifikante Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring herrschen oder feste Passungen das Spiel verringern. Das Lager behält dadurch auch bei hoher Erwärmung seine geforderte Leichtgängigkeit.
Ringe und Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser Werkstoff bietet eine hohe Härte, Druckfestigkeit und Formstabilität während des Betriebs. Zur Führung der rollenden Elemente dient ein profilierter Stahlblechkäfig, der die Wälzkörper im Betrieb präzise führt und auf Abstand hält.
Da dieses Lager ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben ausgeführt ist, muss die umgebende Konstruktion die Abdichtung übernehmen. Externe Dichtringe oder Labyrinthdichtungen schützen die Laufbahnen vor Schmutz und Feuchtigkeit. Gleichzeitig erlaubt die offene Bauart eine flexible Nachschmierung mit Fett oder Öl über das Maschinengehäuse.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Damit deckt das Lager anspruchsvolle thermische Einsatzbedingungen im industriellen Alltag ab. Voraussetzung für den stabilen Lauf bei höheren Temperaturen ist die Abstimmung des verwendeten Schmierstoffs auf die tatsächliche Betriebstemperatur.
Das Lager ist nach Toleranzklasse P0 (äquivalent zu PN oder ABEC 1) gefertigt. Diese Einstufung regelt Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für den Standard-Maschinenbau. Für reguläre industrielle Wellen und Gehäuse bildet diese Toleranzklasse die bewährte Basis für eine sachgerechte Montage.