NACHI
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Das offene Rillenkugellager 6022 von NACHI ist mit den Abmessungen 110x170x28 mm für vorwiegend radiale Belastungen im Maschinenbau ausgelegt.
Das Rillenkugellager 6022 ist ein einreihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die tiefe Laufrillengeometrie nimmt diese Bauform neben Radialkräften auch moderate Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die offene Konstruktion ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt eine direkte Schmierung über das umgebende Aggregat. Mit der Fertigung in Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 eignet sich die Komponente für vielfältige Standardanwendungen der Antriebstechnik.
Lagerstellen mit einem Wellendurchmesser von 110 mm nutzen diese Baugröße, wenn kontinuierlich Schmierstoff zugeführt werden kann. Da das Lager beidseitig offen ausgeführt ist, zirkuliert flüssiges Schmiermittel wie Getriebeöl ungehindert zwischen den Laufbahnen und dem Stahlblechkäfig. Dieser ungehinderte Schmierstoffdurchtritt verringert die Reibung im Betrieb und führt Wärme ab, sofern das Gehäuse eine externe Abdichtung gegen Partikel aufweist.
Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und widersteht thermischen Belastungen im Bereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Die offene Ausführung ermöglicht zudem die freie Wahl des Schmierstoffs passend zum jeweiligen Einsatzfall. Das Lager ist mit normaler Radiallagerluft ausgeführt. Diese Variante erfordert aufeinander abgestimmte Passungen auf Welle und Gehäuse, damit das Betriebsspiel nach der Montage erhalten bleibt.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 110 mm, einen Außendurchmesser von 170 mm sowie eine Baubreite von 28 mm. Diese genormten Abmessungen erlauben den unkomplizierten Einbau auf entsprechenden Wellen und in zylindrischen Gehäusebohrungen ohne Flansch oder Nut.
Bei einer offenen Ausführung fehlen integrierte Deck- oder Dichtscheiben an den Stirnseiten. Die Wälzkörper und Laufbahnen liegen frei zugänglich im Gehäuse. Dadurch lässt sich das Lager über ein zentrales Ölsystem schmieren, benötigt im Gegenzug aber eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzeintrag.
Dank der Fertigung aus Wälzlagerstahl und dem temperaturfesten Stahlblechkäfig deckt das Produkt einen Betriebsbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab. Voraussetzung für den stabilen Lauf bei höheren Betriebstemperaturen ist die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweilige thermische Belastung freigegeben ist.
Die normale Radiallagerluft kennzeichnet das Spiel zwischen Kugeln und Laufbahnen im unmontierten Zustand. Dieser Richtwert trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper bei normalen Erwärmungen und üblichen Presspassungen zu vermeiden. Bei größeren Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring empfiehlt sich stattdessen oft eine vergrößerte Lagerluft.
Sowohl die massiven Ringe als auch die Kugeln bestehen aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser Werkstoff widersteht hohen Wechselbeanspruchungen, bietet eine hohe Formstabilität unter Last und sorgt bei ausreichender Schmierung für gleichmäßige Laufeigenschaften über lange Betriebszyklen.
Dieses Bauteil entspricht der Standardtoleranzklasse P0 (teilweise als PN bezeichnet) beziehungsweise der Klassifizierung ABEC 1. Diese Einstufung deckt den allgemeinen Maschinenbau ab und definiert die Maß- und Rundlauftoleranzen für rotierende Wellen.
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